JHV 2015Bewegtes Jahr für die Feuerwehr Marienau

Viele Einsätze im Jubiläumsjahr

Marienau (gök). Der Bericht des Ortsbrandmeisters Dirk Stoffregen zog sich bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Marienau in die Länge. Denn das vergangene Jahr war für die Marienauer Feuerwehr ein sehr ereignisreiches. Normalerweise kann Stoffregen auf fünf bis acht Einsätze pro Jahr zurückblicken. Im vergangenen Jahr kamen die 26 Aktiven zu 17 Einsätzen. Diese Anzahl wurde vorher noch nie erreicht. Der Start in das Einsatzjahr hätte dabei kaum früher sein können. Direkt am Neujahrstag begann das Jahr für die Aktiven mit einem Heckenbrand, vermutlich durch Feuerwerkskörper entzündet. Neben normalen Einsätzen wie etwa Sturmschadenbeseitigung waren aber auch außergewöhnliche Einsätze dabei. Im vergangenen März etwa hatte sich ein Spänebunker einer Marienauer Tischlerei entzündet, der dann mühselig per Hand oder Bagger geleert werden musste. Wegen dem feinen Holzstaub mussten dabei viele Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden, weshalb auch auswärtige Feuerwehren zum Einsatz kamen. Nach dem ersten Einsatz brannte zudem auch noch der Filter der dortigen Abluftanlage, so dass am gleichen Tag die Feuerwehr zweimal zum Einsatz kam. Neben den diversen Hilfeleistungen wurde die Feuerwehr sogar an Heiligabend aktiv. Pünktlich nach den meisten Bescherungen wurde mit Hilfe der Coppenbrügger Feuerwehr abends noch eine Person hinter verschlossenen Türen befreit.

Das ganze vergangene Jahr stand aber auch im Zeichen des Jubiläums. Die Feuerwehr feierte ihr 90jähriges Bestehen mit einem großen Zeltfest und Umzug. Anfang September wurden dafür viele ehrenamtliche Stunden aufgebracht. So wurden zum Beispiel in Brünnighausen Birken geschlagen und damit das ganze Dorf dekoriert, was dann beim Umzug für ein entsprechend schönes Bild sorgte. Neben dem Kommers gab es auch den Besuch des Brandschutzmobils von der VGH, Spaßwettbewerbe der Gemeindejugendfeuerwehr, Kaffeetafel, Ehrungen sowie natürlich ein rauschendes Fest. Neben den Jubiläumsfeierlichkeiten sorgte die Feuerwehr mit den traditionellen Veranstaltungen wie Osterfeuer oder Maibaumaufstellen selbstverständlich auch wieder für die Geselligkeit und Gemeinschaft im Ort.

Insgesamt kamen die Kameraden der Ortswehr auf fast 4000 Dienststunden, die sich auf die Einsätze, Ausbildung und Feierlichkeiten aufteilten. Zu den 26 Kameraden der Einsatzgruppen kommen derzeit noch 13 Kameraden in der Altersabteilung und neun Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. Die Jugendfeuerwehr war besonders dankbar für die vielen Spenden, die unter anderem die Teilnahme am Kreiszeltlager oder anderen Veranstaltungen ermöglichten und so den Nachwuchs für die Aktiven sichern. Stolz waren die Jugendlichen dann im Kreiszeltlager auf den ersten Platz für das beste Ländermotto.

Ortsbrandmeister Dirk Stoffregen durfte dann im Laufe der Versammlung noch die Ehrungen vornehmen. Hier wurde Löschmeister Andreas Berger das Ehrenzeichen für 40jährigen aktiven Dienst und Hauptfeuerwehrmann Markus Patocka das Ehrenzeichen für 25jährigen aktiven Dienst verliehen.

Auffallen werden die Feuerwehrleute im Einsatz seit dem letzten Jahr bestimmt. Nachdem in der Vergangenheit das Blaulicht und Martinshorn von anderen Verkehrsteilnehmern oft nicht wahrgenommen wurde, wurden im letzten Jahr Frontblitzer und ein lauteres Martinshorn für das Fahrzeug angeschafft. Stoffregen hofft, dass dadurch für die Feuerwehrleute im Einsatz auch noch mehr Sicherheit gegeben ist.

 

Foto: Stellv. Orts-BM Bernd Lange, stellv. Gem.BM Hagen Bruns, Markus Patocka, Andreas Berger und Orts-BM Dirk Stoffregen