150322 Hallenbad_9999_6Wehmut und Vorfreude in einem

Abschiedsfrühstück in der Salzhemmendorfer Schwimmhalle

Salzhemmendorf (gök). Die Sitzplätze waren alle belegt, so dass einige auch an den Stehtischen ihre Brötchen, Müsli oder Saft genießen mussten. Zum vorläufig letzten Mal hatte der Förderverein des Hallenbades Salzhemmendorf zum Frühstück in das Hallenbad eingeladen. Während die älteren Besucher das Frühstück genossen, stand für die kleinen Besucher eher der Spaß im Vordergrund. Egal ob vom Sprungbrett, auf dem Wasserspielzeug oder schlicht beim Tauchen. Am letzten geöffneten Sonntag gab es wieder viel Spaß im Wasser.

Die Gefühlswelt der meisten Besucher schwankte zwischen Wehmut und Vorfreude. Zum einen wird das Hallenbad bis in den kommenden Winter für etwa ein halbes Jahr nicht mehr geöffnet sein. Zum anderen wird es nach der anstehenden Sanierung aber in neuem Glanz erscheinen und zumindest für einige Zeit wohl keine Probleme machen. Die Technik im Keller ist zwar nicht mehr auf dem neuesten Stand, soll aber noch einige Jahre halten. Die ganze Sanierung gleicht laut dem Fördervereinsvorsitzenden Karsten Appold aber einer Wundertüte. „Man wird erst nach der Öffnung sehen, wie hoch die Belastungen im Beton sind“, so Appold. Gerade wenn im Becken viel los war, floss in der Vergangenheit das Wasser nur so die Wände im Keller runter und hinterließ dort seine Spuren. Nach der beabsichtigten Sanierung wird im Hallenbad irgendwann der Sanitärbereich noch einer Frischzellenkur unterzogen. Hier will sich der Förderverein dann aber auch einbringen und die Kosten mit im Rahmen halten.

150322 Hallenbad_9999_1 150322 Hallenbad_9999_5  150322 Hallenbad_9999_11Durch die Schließung im Sommer wird auch das Vereinsleben beeinträchtigt. Die DLRG-Ortsgruppe etwa wird ihre Trockenübungen in die Grundschule Salzhemmendorf verlegen. Trainingszeiten in den Hallenbädern Duingen oder Coppenbrügge standen nicht mehr zur Verfügung. So werden wohl die Schlauchboote mal öfter ausgepackt oder die umliegenden Freibäder besucht. „Hier ist natürlich wichtig, die Truppe zusammen zu halten und Aktivitäten anzubieten“, erklärt Appold. Aber auch der Schulbetieb wird während der Sanierung nicht möglich sein. Hier sollen zumindest einige Stunden nach Coppenbrügge ausgelagert werden.

Zur Wiedereröffnung wird dann voraussichtlich auch eine fertig ausgebildete Angestellte im Bad beschäftigt sein. Silke Bastian beendet wahrscheinlich Anfang Juli ihre Ausbildung und hofft dann auch auf eine Weiterbeschäftigung, da der bisherige Schwimmmeister Julian Meser aus Salzhemmendorf weggezogen und nicht mehr in dem Hallenbad angestellt ist. Über die Weiterbeschäftigung von Bastian wird dann die Gemeindeverwaltung in den nächsten Monaten entscheiden müssen.

Foto1: Viele Einwohner aus der Region hatten sich den Morgen über zum Frühstück in der Schwimmhalle eingefunden

Foto5: Im Keller sieht man viele Wasserpfützen am Becken

Foto6: Das Wasser hat im Keller seine Spuren hinterlassen

Foto11: Am letzten offenen Sonntag waren auch viele Kinder im Wasser