Jubiläum feiern oder lieber nicht?

Lauenstein wird 775 Jahre alt

Lauenstein (gök). In der Region feiern dieses Jahr viele Orte ihre 1000-Jahr-Feier. Auch Salzhemmendorf als Kernort im Flecken Salzhemmendorf will dieses Fest im Sommer groß feiern. Der Ortsrat Lauenstein überlegt derzeit, ob er sich auch etwa beim Umzug an diesem Fest beteiligt. Andere auswärtige Vereine wie etwa der Jugendspielmannszug Lauenstein haben eine Teilnahme dort schon fest eingeplant.

Lauenstein selber feiert dieses Jahr aber auch ein Jubiläum. Immerhin 750 Jahre alt wird der ehemalige OKAL-Standort in diesem Jahr, wofür bis jetzt aber noch keine Feierlichkeiten geplant sind. In der Ortsratssitzung brachte Ortsbürgermeister Thomas Hölscher (SPD) in seiner ersten Sitzung in dieser Funktion das Thema zur Sprache. Aufgrund eines positiven Schnelltests in seiner Familie war er bei seiner Premierensitzung als Ortsbürgermeister aber nur digital zugeschaltet, was aber gut klappte. Auf Nachfrage plädierte Hölscher eher dafür, dass dieses Jahr aufgrund der Pandemie und der unklaren Zukunft nicht gefeiert und dafür geplant wird. „Vielleicht sollten wir lieber das 777jährige Jubiläum feiern, was ja auch etwas Besonderes ist“, erklärte er im Gespräch nach der Sitzung. In der Versammlung selber waren aber nicht alle seiner Meinung. „Feste soll man feiern, wie sie fallen“, war etwa zu hören. Der Ortsrat wird sich in den nächsten Beratungen näher mit dem Thema beschäftigen.

Bei den Haushaltsberatungen gab es keine Überraschungen oder Veränderungen. Bei der Feuerwehr sind bisher im Haushalt für 15 000 Euro der Einbau von Sektionaltoren und ein Umbau bei den Ausfahrten der Feuerwehrfahrzeuge geplant. Neben dem Haushaltsansatz von 38 000 Euro für die Planungskosten im Naturerlebnisbad sind auch Zusatzgelder beim Kindergarten Villa Kreibaum eingeplant. Dort sind im Keller eine Brandschutztür für 3 000 Euro sowie Malerarbeiten und die Abdichtung von Dachgauben für insgesamt 27 000 Euro bisher vorgesehen. Zum 20jährigen Bestehen des Kindergartens würde dieser zudem gerne noch neue Tische und Bänke sowie eine Rollgarderobe anschaffen, wofür die Kirche als Träger jetzt erstmal Mittel prüft. Hölscher stellte in Aussicht, dass bei offenen Posten noch über einen Zuschussantrag dazu später beraten werden könnte.

Foto: Ortsbürgermeister Thomas Hölscher zieht auch eine Feier zum 777jährigen Jubiläum in Betracht