Ausbau in Marienhagen nimmt Fahrt auf

Entwurf für Feuerwehrhaus soll erstellt werden

Marienhagen (gök). Der Ausbau des Feuerwehrhauses Marienhagen nimmt langsam Fahrt auf. Der Fachbereich Bau der Samtgemeinde hatte für die Sitzung des Ausschusses für Sicherheit und Ordnung eine umfangreiche Vorlage vorbereitet, um die endgültige Variante für einen Ausbau vorzunehmen. Das Planungsbüro Müller Rauschgold aus Holzminden hatte drei verschiedene Varianten genau beleuchtet, die Bauamtsleiter Maik Götze in der Sitzung vorstellte.

Die Feuerwehr hatte sich vorher schon einstimmig für die Variante C ausgesprochen. In der Variante A war ein Anbau an die Fahrzeughalle entworfen worden und in der Variante B ein freistehender Neubau. Die favorisierte Variante C ist derzeit mit geschätzten 700 bis 800 000 Euro auch die kostengünstigste Variante, was vermutlich auch den Ausschussmitgliedern gefiel. Diese stimmten einstimmig dafür, die Variante C weiter voranzutreiben. Götze will jetzt zu den nächsten Haushaltsberatungen belastbare Zahlen vorweisen und wird die Planung weiter vorantreiben.

Die Variante C ist dabei eine Hybrid-Lösung der ersten beiden Varianten. Geplant ist dabei ein Neubau der benötigten Sozialräume nach den Mindeststandards der Feuerwehr-Unfallkasse im direkten Anbau vor der Turnhalle. Die beiden bisherigen Fahrzeugboxen sollen dabei inklusive ihrer Ausstattung erhalten bleiben, was laut Götze auch den Vorteil hat, dass die bisherigen Investitionen wie etwa eine Absauganlage weiter genutzt werden können. Über den Fahrzeugboxen könnte man so auch den Schulungsraum weiter nutzen. Da die bisherigen Fahrzeugboxen weiter genutzt werden, ist dies auch die kostengünstigste Variante. Die anderen Varianten würden nach ersten Schätzungen mit 1 oder 1,2 Millionen Euro zu Buche schlagen. Zusätzlich ergibt sich der Vorteil, dass die Feuerwehr auch während der Bauphase weiter ihre Einsatzfähigkeit gewährleisten kann. Götze gab zu, dass alle Varianten ihr für und wider haben, doch diese auch die wirtschaftlichste Variante wäre.

In allen drei Entwürfen war verworfen worden, auf das Nachbargrundstück auszuweichen. Stattdessen wird das ältere Gebäude gegenüber der Feuerwehr abgerissen und für den neuen Standort genutzt. Die bisherigen Eigentümer sind nach Info von Götze vor Kurzem bereits ausgezogen. Diese Variante hat zudem noch die Option, dass die Weenzer Feuerwehr in ferner Zukunft mit nur geringem Aufwand mit in den Stützpunkt einziehen könnte. Schon jetzt arbeiten die beiden Feuerwehren eng zusammen und besetzen dabei auch gemeinsam Feuerwehrfahrzeuge im Einsatzfall.

Zweifel kamen bei Albert Rehse (SPD) nur hinsichtlich der Wendemöglichkeit der Feuerwehrfahrzeuge in der Einfahrt auf. Hier erklärt Götze aber, dass bei einem Entwurf solche Einzelheiten auch mit der Feuerwehr-Unfallkasse abgestimmt werden. Bei dem genauen Entwurf kann man dann auch mögliche Synergieeffekte mit der benachbarten Turnhalle abstimmen, worauf Guido Sackmann (WGL) noch einmal hinwies.

Foto Marienhagen: Das Haus auf der linken Seite soll abgerissen werden, damit vor der Turnhalle ausreichend Bauplatz zur Verfügung steht

Foto Sitzung: Maik Götze stellt die Variante C vor