Ausstellung über Zwangsarbeit in der KGS Salzhemmendorf

Erinnerung an dunkles Kapitel der Geschichte bis 25. Februar zu sehen

Salzhemmendorf (gök). Die KGS Salzhemmendorf zeigt vom 13. bis zum 25. Februar die Ausstellung „Zwangsarbeit im Landkreis Hameln-Pyrmont“ des Historikers Bernhard Gelderblom aus Hameln. Die Schau beleuchtet das Leid von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern während des Zweiten Weltkriegs – ein Thema, das auch in der Region tiefe Spuren hinterlassen hat.

Leid und Schicksale werden greifbar

„Die Ausstellung macht deutlich, dass Kriegsgefangene und verschleppte Zwangsarbeiter hier in der Region viel Leid erfahren haben“, erklärt Schulleiter Dr. Wilhelm Koops. Während auch einige Familien die Zwangsarbeiter menschlich behandelten, seien insbesondere osteuropäische Gefangene oft unter unmenschlichen Bedingungen ausgebeutet worden.

Ein besonderes Beispiel für die Grausamkeit sei der Steinbruch in Salzhemmendorf, in dem Menschen während des Zweiten Weltkriegs durch harte Arbeit zugrunde gerichtet oder bei Fluchtversuchen erschossen wurden. Ein Mahnmal von Burkhard Bösterling erinnert bis heute an dieses dunkle Kapitel.

Die Ausstellung wird am 10. Februar aus Hameln abgeholt. Am 12. Februar werden die Geschichtslehrer der KGS in einer Führung geschult, um das Wissen anschließend an Schüler und auch Besucher weiterzugeben. Ab dem 13. Februar steht die Ausstellung für Schüler ab Klasse neun sowie für interessierte Besucher offen – jüngeren Jahrgängen bleiben die teils grausamen Erlebnisse aus pädagogischen Gründen erspart.

Neben den Schülerführungen gibt es montags bis freitags von 16 bis 18 Uhr auch öffentliche Besuchszeiten. Zusätzliche Termine sind nach Absprache unter der Telefonnummer 05153-8076-0 möglich. „Wir sind Bernhard Gelderblom sehr dankbar für die Möglichkeit, diese Ausstellung hier zu zeigen“, betont Dr. Koops. Auch die Gemeindeverwaltung Salzhemmendorf unterstützt das Projekt aktiv, insbesondere beim Transport der Ausstellungsstücke.

Die Zeit für die Ausstellung sei knapp bemessen, da die benötigten Räume später nicht mehr zur Verfügung stünden. „Es war kurzfristig, aber eine solche Gelegenheit musste genutzt werden“, so Dr. Koops. Er selbst wird sich ebenfalls an den Führungen beteiligen, um die Geschichten der Opfer greifbar zu machen. Die Ausstellung soll dazu beitragen, den Besuchern die Mahnung „Nie wieder“ eindrücklich vor Augen zu führen – damit die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.

Foto: Schulleiter Dr. Wilhelm Koops freut sich, dass die Ausstellung in Salzhemmendorf zu sehen sein wird