Eine positive Grundstimmung
Superintendentin Franziska Albrecht besucht die Kirchenregion Coppenbrügge
Coppenbrügge. Zwei Wochen lang hat Superintendentin Franziska Albrecht die Kirchenregion Coppenbrügge besucht. Ihre Visitation führte sie dabei in die pfarramtlich verbundenen Kirchengemeinden „Coppenbrügge“, „Am Ith“ und „Ith-Nesselberg“. Drei Gemeinden, die bereits Erfahrungen mit Strukturveränderungen gemacht haben: „Sie wissen daher, wie man zusammenarbeitet und Ideen gemeinsam entwickelt. Sie wissen aber auch um die gesellschaftlichen Veränderungen“, sagte Franziska Albrecht zum Abschluss ihrer Visitation.
In der Region Coppenbrügge gab es bereits mehrere Einschnitte: einst eigenständige Kirchengemeinden wurden zusammengelegt, hinzu kam die Reduzierung von hauptamtlichen Mitarbeitern um 50 Prozent auf zweieinhalb Stellen. All das haben die evangelischen Christen im Westen des Kirchenkreises Hildesheimer Land-Alfeld bereits hinter sich. Deshalb ist die Sorge groß, dass sich dieser Prozess wiederholen könnte. Bei ihrer Visitation nahm die Superintendentin diese Befürchtungen wahr, spürte aber gleichzeitig eine positive Grundstimmung: „Selbst wenn kritische Dinge angesprochen wurden, war kein Murren oder Klagen zu hören. Das hat mich sehr beeindruckt“, sagt Franziska Albrecht.
Statt in einer Negativspirale zu verharren, habe der Wunsch im Vordergrund gestanden, die Arbeit in den Gemeinden besser zu machen. Diese positive Herangehensweise habe sie in allen Gesprächen mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern gespürt: „Sie wollen neue Menschen begeistern, wieder in der Kirche mitzumachen.“
Besonders beeindruckt zeigte sich die Superintendentin von der musikalischen Vielfalt in der Region. Als ein „faszinierendes“ Beispiel nannte sie den Kinderposaunenchor: „Das ist total toll.“
Im abschließenden Visitationsgottesdienst in Coppenbrügge mit den Pastores Martina Frost und Ingo Wiegmann verglich die Superintendentin die drei Gemeinden mit einem bunten, weiten Garten mit blühenden Ideen, aber auch kargen Beeten: „Doch überall spürt man Ihre Liebe zu diesem Garten, Ihre Hingabe an das Ganze“, sagte Franziska Albrecht. Sie erinnerte an die berühmte Rede „I have a dream“ von Martin Luther King: „Ja, lassen Sie uns träumen. Stellen wir uns vor, wie es sein könnte, wenn wir genau jene Bereiche pflegen und weiterentwickeln, in den schon jetzt das Leben sprießt.“ Peter Rütters
BU Visitation: In der Kirchenregion Coppenbrügge werden Ideen gemeinsam entwickelt. Diesen Eindruck gewann Superintendentin Franziska Albrecht (hintere Reihe, Zweite von links) bei ihrer Visitation.
Quelle/Foto: Peter Rütters