Diskussion um Ausgleichszahlung
Kräftiges Minus bei 777-Jahr-Feier in Lauenstein
Lauenstein (gök). 2024 war für Lauenstein ein besonderes Jahr. Gleich mehrere Feste wurde anlässlich des 777-jährigen Jubiläums von Lauenstein gefeiert. Zum Ende des Jubiläumsjahres erfolgte die große Abschlussfeier in der Mehrzweckhalle. Offizieller Veranstalter war die Kulturgemeinschaft Lauenstein, die von den Vereinen des Ortes getragen wird. In ersten Vorabgesprächen hatte der Ortsrat zugesagt, dass er bei etwaigen Verlusten für Ausgleichszahlungen sorgen und damit das Fest absichern würde.
Die Abrechnung des Festes ergab nun ein kräftiges Minus von insgesamt rund 1750 Euro. „Das hat sich aber gelohnt, immerhin war es ein geiles Fest“, erinnerte sich der Ortsbürgermeister Tim Tietz (SPD) in der Sitzung des Ortsrates Lauenstein gerne zurück. Folglich schlug Tietz in der Sitzung zunächst auch vor, den Verlust aus der Kasse des Ortsrates zu tragen. Erich Weber (SPD) machte dann aber den Vorschlag, erstmal nichts zu überweisen, da für ihn die Kasse der Kulturgemeinschaft auch für den ganzen Ort da ist. Moritz Ehle (CDU) gab zu bedenken, dass nicht alle örtlichen Vereine in der Kulturgemeinschaft Mitglied sind und ein solches Verfahren ungerecht sein könnte.
Schließlich wurde sich darauf geeinigt, dass zunächst keine Zahlung vorgenommen wird und Tietz zunächst bei der Sitzung der Kulturgemeinschaft die genauen Umstände und Notwendigkeiten abfragt. In der nächsten Ortsratssitzung soll dann eine mögliche Ausgleichszahlung durch den Ortsrat erneut beraten werden. Dr. Willi Koops (Grüne) stellte für den Fall einer Ausgleichszahlung aber klar, dass das Geld dann an anderer Stelle zu Gunsten der örtlichen Vereine fehlen könnte. „Wir können unsere Ortsratsmittel nur einmal ausgeben“, so Koops.
Foto: Im Oktober fand in der Mehrzweckhalle die große Party zu 777 Jahre Lauenstein statt