Auch Coppenbrügge setzt auf neue Allianz

Touristische Vermarktung künftig mit Salzhemmendorf geplant

Coppenbrügge (gök). Der Flecken Salzhemmendorf hatte es schon beschlossen und jetzt richtet auch der Flecken Coppenbrügge seine touristische Vermarktung neu aus. In der letzten Sitzung des Jahres beschloss der Gemeinderat einstimmig, eine engere Kooperation mit dem Flecken Salzhemmendorf zu prüfen. Diese Entscheidung wurde notwendig, da die bisherige Zusammenarbeit in der touristischen Marke „Östliches Weserbergland“ mit der GeTour GmbH in Bad Münder zum 31. Dezember 2025 endet.

Unter der routinierten Führung des Ratsvorsitzenden Jurgis Tolkmitt (SPD) befasste sich der Rat mit der zukünftigen strategischen Ausrichtung des Marketings. Karin Dröge (CDU) erläuterte, dass die GeTour die Kooperation aufgekündigt habe, weshalb Coppenbrügge und Salzhemmendorf nun eine gemeinsame touristische Zukunft anstreben. Der Ausschuss für Demografie, Soziales, Tourismus und Kultur unter ihrer Führung hatte zuvor einstimmig empfohlen, die Verwaltung mit der Prüfung einer Kooperation mit Salzhemmendorf auf Basis einer Kosten-Nutzen-Bewertung zu beauftragen und in der ersten Sitzungsfolge 2026 einen finalen Beschluss vorzulegen.

Die bisherige Kooperation stellte ein „touristisches Zentrum“ dar, über das der Dachverband Weserbergland Tourismus direkt zusammenarbeitete. Mit dem Ende der GeTour GmbH wird auch dieses touristische Zentrum aufgelöst. Die Gemeindeverwaltung hatte daraufhin Anfragen an andere touristische Zentren wie die Solling-Vogler-Region und das Leinebergland gestellt. In den Gesprächen stellte sich jedoch heraus, dass eine Anbindung an diese Zentren aufgrund der unterschiedlichen Gesamtausrichtung für die Vermarktungsanforderungen des Fleckens nicht realistisch wäre. Als vielversprechender Weg wurde daher die Kooperation mit dem Nachbarflecken Salzhemmendorf identifiziert. Die Vertreter beider Kommunen waren sich schnell einig, dass eine gemeinsame touristische Ausrichtung, auch ohne Anbindung an ein touristisches Zentrum, von Vorteil wäre. Die Eckpunkte der künftigen, voraussichtlichen Zusammenarbeit sehen eine gemeinsame Vermarktung als „Ith Region“ vor.

Die erforderlichen touristischen Arbeiten sollen dabei direkt von den beiden Gemeindeverwaltungen ausgeführt werden. Geplant ist die Erstellung einer gemeinsamen Homepage sowie die gemeinsame Durchführung von Aktivitäten in den Sozialen Medien. Ein detailliertes Konzept, insbesondere zu Personal- und Finanzangelegenheiten, wird von den Verwaltungen derzeit erarbeitet und soll den politischen Gremien in Kürze zur Entscheidung vorgelegt werden. In diesem Zusammenhang ändert sich auch die Zuständigkeit für den überregional wichtigen Ith-Hils-Weg. Die Vermarktung dieses Wanderwegs, die bislang ebenfalls über die GeTour GmbH lief, wird zum 1. Januar 2026 von der Solling-Vogler-Region übernommen. Mit der einstimmigen Entscheidung im Gemeinderat hat Coppenbrügge einen klaren Weg für seine künftige touristische Präsenz festgelegt.

Foto Adam und Eva: „Adam und Eva“ ist eines der touristischen Highlights im Coppenbrügger Teil vom Ith

Foto Wasserbaum: Der Wasserbaum im Salzhemmendorfer Bereich wurde kürzlich erst auf den dritten Platz der Naturwunder Deutschlands gewählt und zieht immer wieder Touristen an