Rockiger Jahresauftakt in Marienhagen

Betonwerk feiert „geile Stimmung“ zum Neujahrskonzert

Marienhagen (gök). Der Industriecharme des Betonwerks in Marienhagen hat einmal mehr seine Anziehungskraft bewiesen. Zum traditionellen Neujahrskonzert platzte die Location fast aus allen Nähten. Andreas Besler, Vorsitzender des Kulturvereins, zog eine durchweg positive Bilanz: „Es spricht sich einfach rum, dass das hier eine geile Location ist“, freute er sich über den enormen Zuspruch zum ersten Konzert des Jahres.

Nicht nur das Stammpublikum fand den Weg nach Marienhagen. Auch viele neue Gesichter, insbesondere aus dem Hamelner Landkreis, mischten sich unter die Gäste. Besler betonte dabei besonders die Disziplin der Besucher. Trotz des hohen Andrangs funktioniere das Reservierungssystem über die E-Mail-Adresse des Vereins hervorragend. „Ich finde es toll, wie fair sich die Leute verhalten. Wer krank wird, sagt ab und ermöglicht so anderen Gästen einen Tisch“, lobte der Vorsitzende. Musikalisch bot der Abend eine Reise durch verschiedene Facetten deutschsprachiger Rockmusik. Den Anfang machte die Band „Balzam“, die mit ihrem Mix aus Krautrock und kritischem Liedermacher-Punk das Publikum direkt auf Betriebstemperatur brachte.

Ein besonderes Highlight folgte mit der Hannoveraner Formation „Das letzte Ahorn“. Die fünfköpfige Truppe überzeugte durch einen ungewöhnlichen Sound: „Das war super interessant mit dem Saxophon und den rein eigenen Texten“, so Besler. Die Mischung aus Punk, Rock und einer Prise Provinzhumor sorgte für ordentlich Bewegung vor der Bühne. Den krönenden Abschluss bildeten die Lokalmatadore „4Hugs“ aus Elze. Mit ihrem dynamischen Blues-Rock und der markanten Stimme ihres Frontsängers lieferten sie wie gewohnt ab und ließen die Stimmung im Werk ihren Höhepunkt erreichen.

Hinter den Kulissen sorgte ein eingespieltes Team für den reibungslosen Ablauf. Neben den vereinseigenen Helfern an der Theke, beim Eintritt und bei den Parkplätzen gab es tatkräftige Unterstützung vom örtlichen Freibadverein, der den Essensverkauf übernahm. Diese Kooperation im Ort wird in Marienhagen großgeschrieben. Der Verein „Betonwerk e.V.“ nutzte den Abend auch, um für sich selbst zu werben. Mit aktuell nur 15 Mitgliedern ist der Kulturverein klein, möchte aber wachsen. Um neue Unterstützer zu gewinnen, wurde unter den Neumitgliedern des Abends sogar ein T-Shirt verlost. Interessierte können den Verein jederzeit per E-Mail betonwerk-events@gmx.de kontaktieren, den Verein so mit einer günstigen Mitgliedschaft von zwölf Euro im Jahr unterstützen und so auch die Kultur in Marienhagen fördern.

Das Neujahrskonzert war erst der Auftakt für ein besonderes Jahr. Bereits am 28. Februar geht es mit den Bands „Black Eyed Daisy“ und „Proximity“ weiter. Ein ganz dickes Kreuz im Kalender verdient der Mai: Ende des Monats feiert der Verein sein 10jähriges Jubiläum mit einem großen Sonntagsfrühschoppen und dem Starlight Swing Orchestra, was dann höchstwahrscheinlich ein anderes Publikum nach Marienhagen locken wird.

Foto8498: „Das letzte Ahorn“ sorgte mit Saxophon und deutschen Texten für tolle Stimmung

Foto8504: Das Betonwerk war wieder mal ausverkauft

Foto8505: Vor dem Betonwerk weist ein Banner schon auf das nächste Konzert am 28. Februar hin