Preußen-Express überrollt Saale-Ith nach der Pause

2.Kreisklasse: SG Saale-Ith/Marienhagen – FC Preußen Hameln 1:4 (1:1)

Marienhagen/Thüste (gök). Es war das lang ersehnte Wiedersehen mit dem grünen Rasen. Nach langer Winterpause empfing die SG Saale-Ith/Marienhagen den Tabellenführer FC Preußen Hameln. Doch während die Gastgeber eine Halbzeit lang am Thron rüttelten, setzte sich am Ende die Klasse und die Fitness des Spitzenreiters durch. Die Preußen entführten mit einem 4:1-Sieg drei Punkte aus Marienhagen.

Die SG startete hochmotiviert und „voller Bock“ in die Partie, wie Trainer Marco Job später bilanzierte. Die Hausherren zeigten gegen den Favoriten eine disziplinierte Leistung und belohnten sich in der 26. Minute. Landry Nzikoruriho erkannte eine Lücke und überwand Preußen-Keeper Yannik Hauschild mit einem technisch versierten Lupfer zur 1:0-Führung. Die Freude währte jedoch nur kurz. Nur drei Minuten später schlug Hameln zurück. Eine weite Flanke fand den Kopf von Ruben Dalby, der zum 1:1-Ausgleich vollendete. Mit diesem leistungsgerechten Remis ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Während die SG in der ersten Hälfte noch gepowert und alles reingehauen hatte, schwanden mit zunehmender Spieldauer die Kräfte. Ein Doppelschlag innerhalb von nur zwei Minuten brach schließlich den Widerstand der Hausherren. Zunächst zirkelte Almunther Alahmad in der 56. Minute einen direkten Freistoß von der linken Seite zur 1:2-Führung ins Netz. Nur zwei Zeigerumdrehungen später war es erneut eine lange Flanke, die die SG-Abwehr vor Probleme stellte – Hamza Aljashi war per Kopf zur Stelle und erhöhte auf 1:3. Den Schlusspunkt setzte erneut der starke Almunther Alahmad in der 71. Minute. Nach einem sehenswerten Spielzug blieb er vor dem Tor eiskalt, legte den Ball am Torwart vorbei und schob zum 1:4-Endstand ein. Damit war der Widerstand der Gastgeber endgültig gebrochen.

SG-Coach Marco Job zeigte sich trotz der Niederlage als fairer Verlierer und zog ein gemischtes Fazit. Man sei sehr erwartungsfroh in die Partie gegangen und habe eine richtig gute erste Halbzeit gespielt, in der man sogar in Führung ging. Doch ab der 55. Minute sei die Luft raus gewesen. Preußen habe sie dann überlaufen, wogegen man nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Es habe schlicht die Puste für 90 Minuten gefehlt. Daran müsse man nun arbeiten und „trainieren, trainieren, trainieren“, um gegen kommende Gegner wieder leichter zu punkten.

Tore: 1:0 Landry Nzikoruriho (26.), 1:1 Ruben Dalby (29.), 1:2 Almunther Alahmad (56.), 1:3 Hamza Aljashi (58.), 1:4 Alahmad (71.)

Foto0733: Elias Albrecht nimmt Maß Richtung Preußen-Tor

Foto0739+0740: Spielszene