Stabwechsel und Aufbruchstimmung
Günter Müller führt die CDU Coppenbrügge
Coppenbrügge (gök). Im Vereinsheim des Campingplatzes wehte ein frischer Wind durch die Reihen der Christdemokraten. Der CDU-Gemeindeverband Coppenbrügge stellte auf seiner Jahreshauptversammlung die Weichen für die Zukunft. Mit einem neuen Vorsitzenden und einer klaren Vision für die kommende Kommunalwahl geht der Verband in ein entscheidendes Jahr. Nach dem Bericht des scheidenden Vorsitzenden Andreas Voss, der die Versammlung mit einem Rückblick auf kommunale Großprojekte wie das Feuerwehrhaus Bisperode und den geplanten Kindergartenbau in Coppenbrügge eröffnete, stand die Neuwahl des Vorstands im Mittelpunkt.
Der 61jährige Marienauer Günter Müller wurde von den knapp 30 Anwesenden einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Müller, ehemaliger Berufssoldat und heute selbstständig, ist seit über fünf Jahren in der CDU aktiv und auch Mitglied im Orts- und Gemeinderat. Er tritt mit dem Ziel an, den Gemeindeverband zu stärken und zu verjüngen. Er betonte, dass man bei der Kommunalwahl ein starkes Ergebnis erzielen wolle, ohne den Bürgern das Blaue vom Himmel zu versprechen. Mit Blick auf die angespannte Haushaltslage erklärte er, dass er den oft beklagten finanziellen Notstand für den Flecken derzeit noch für übertrieben halte. Unterstützt wird er von den stellvertretenden Vorsitzenden Robert Voss und Christoph Schaper. Während Karin Dröge als Schatzmeisterin und Sebastian Bokelmann als Schriftführer in ihren Ämtern bestätigt wurden, schuf der Verband mit der Wahl von Jasper Stiller zum ersten Medien- und Mitgliederbeauftragten eine neue Schnittstelle für die moderne Parteiarbeit. Als Beisitzer komplettieren Thomas Schmitter, Wilhelm Meyer, Hans-Ulrich Peschka, Andreas Voss und Angelika Hollweg das Team.
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Vorstellung von Elisabeth Meyer, die als Kandidatin für das Amt der Landrätin antritt. Die vor einigen Jahren in die Partei eingetretene Politikerin ist bereits im Kreisvorstand aktiv und gilt in der Partei als hervorragend vernetzt. In ihrer Rede warb sie für eine Politik, die das Leben in der Region unmittelbar gestaltet. Sie will sich schwierigen Herausforderungen stellen, verstärkt in die frühkindliche Bildung investieren und die lokale Wirtschaft fördern. Ein zentrales Anliegen ist ihr zudem die Stärkung des ländlichen Raums, um dort dauerhaft gute Lebensbedingungen zu sichern. Der Kreisvorsitzende Hans-Ulrich Siegmund fand in seinem Grußwort deutliche Worte zur Bundes- und Kreispolitik. Er mahnte eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und dem Landkreis an und gab ein klares Ziel aus: Die CDU wolle im Kreistag die stärkste Fraktion werden und nach 40 Jahren erstmals wieder eine Landrätin stellen. Mit Blick auf die Kommunalwahl am 13. September rief er dazu auf, starke Listen in den Ortsverbänden aufzustellen. Eine strukturelle Änderung gab Müller den Mitgliedern noch bekannt. Die Ortsverbände Bisperode und Coppenbrügge ruhen derzeit, sodass sich die politische Arbeit nun voll auf den Gemeindeverband konzentriert.
Trotz des Fokus auf die Zukunft kam die Würdigung langjähriger Weggefährten nicht zu kurz. Für stolze 50 Jahre Mitgliedschaft wurde Rüdiger Lange und Hans-Ulrich Peschka persönlich gedankt. Ebenfalls seit einem halben Jahrhundert gehören Eckhard Baum, Hartmut Lindert, Hartmut Mahlstedt, Friedel Sander, Karl-Johann Stukenbrock und Karsten Krüger der Partei an. Für ihre 25jährige Treue wurde Christine Fieber in der Versammlung geehrt, während Michael Krüger, Manfred Wottke und Karsten Krüger diese Auszeichnung in Abwesenheit erhielten.
Foto9172: Der neue Vorstand mit den geehrten Mitgliedern
Foto9179: Günter Müller führt künftig die Coppenbrügger CDU

