Sonntagsaktionen zum Tag des Wassers im Naturfreundehaus Lauenstein

Lauenstein. Am 22.03.2026 eröffnen die Bürgerinitiative depoNIE!-Ith und der Rechtshilfefonds gemeinsam die Ausstellung „Alles im Fluss – Wasser in der Krise“. Die Wanderausstellung wurde von der Stiftung Leben & Umwelt/Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen auf die Reise geschickt. Sie wird für sechs Wochen im Naturfreundehaus in Lauenstein zu sehen sein.

„Wir befinden uns in einem dramatischen Wandel des gewohnten natürlichen Wasserkreislaufs. Die steigenden Temperaturen verändern die atmosphärischen Verhältnisse mit spürbaren Auswirkungen. Der Wechsel von Trockenperioden und Starkregenereignissen verlangt einen veränderten Umgang mit der Ressource Wasser“, meint der BI-Sprecher Werner Anders.

Die Menschen, die sich rund um den Ith gegen die geplante Schadstoffdeponie einsetzen, eint die Sorge um ihr Trinkwasser. Denn die vielen Ith-Gemeinden haben im Wesentlichen noch eine eigene Wasserversorgung. Aber der Klimawandel ist längst auch hier angekommen, weiß Anders: „Die Quellen sprudeln nicht mehr so wie früher, manche versiegen im Sommer oft ganz – wie zum Beispiel die Rösetalquelle in Lauenstein.“

Mit der Ausstellung möchten sie die Sorge um ihr höchstes Gut zum Gesprächsthema machen. Denn auch im Steinbruch – wo die Hannoverschen Basaltwerke eine Schadstoffdeponie planen – wird damit nicht gerade zimperlich umgegangen: „Trotz ruhendem Gesteinsabbau wird weiterhin Wasser abgepumpt und über den Straßengraben abgeleitet. Natürlich wirkt sich das auf die Grundwasserneubildung aus. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass die Behörden sowas immer noch zulassen“, erläutert Lutz Schneider vom RHF-Vorstand.

Die Ausstellung „Alles im Fluss!? Wasser in der Krise“ beleuchtet eindrucksvoll die komplexen Wechselwirkungen zwischen Klima- und Wasserkrise und zeigt auf, wie eng unser Wirtschaften mit Verfügbarkeit, Nutzung und Verschmutzung des lebenswichtigen Elements verknüpft ist.

Anschaulich wird das komplexe Zusammenspiel natürlicher Wasserspeicher wie Wälder, Moore und Auen vermittelt, die als unverzichtbare Puffer im Klimasystem wirken. Zugleich rückt die Ausstellung Kommunen als entscheidende Akteure in den Fokus regionalen Wassermanagements.

Ein vertiefender Blick auf Seen, Flüsse, Meere und das Grundwasser macht aktuelle Herausforderungen greifbar, eröffnet jedoch zugleich konkrete Lösungsansätze und zeigt auf, wie Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und jede*r einzelne handeln können.

Die Eröffnungsveranstaltung bietet ein buntes Programm.  Um 14 Uhr präsentiert der Salzhemmendorfer Musiker Alan Graham seinen Song „Der Urquell“. Es folgt ein Vortrag von Britta Kellermann MdL zum Thema „Wasser auf Abwegen oder `Entschuldigung, was machen Sie denn da bitte im Steinbruch?´“ Ab 15 Uhr gibt es Infostände und Mitmach-Aktionen von BUND, NABU, Naturfreunden und der BI depoNIE! Ith, die Möglichkeit zur Teilnahme an einer geführten Phantasie- und Entspannungsreise „Vom Tropfen zum Meer“, Café-Gespräche mit Cornelia Künzel, Autorin von „Quellen und Bäche im Schaumburger Land“, sowie viele Informationen rund um das Thema „Wasser“. Für Kaffee und Kuchen sorgt das Team vom Naturfreundehaus.

Die Teilnahme ist kostenlos. Wie immer wird um Spenden für den Rechtshilfefonds depoNIE! Ith e.V. gebeten.

Quelle: Deponie Ith