Saale-Ith/Marienhagen sendet Lebenszeichen im Abstiegskampf
2.Kreisklasse: SG Eimbeckhausen/Hamelspringe – SG Saale-Ith/Marienhagen 0:1 (0:0)
Eimbeckhausen/Marienhagen (gök). In der 2. Kreisklasse ist der SG Saale-Ith/Marienhagen ein echter Befreiungsschlag gelungen. Trotz denkbar schlechter Vorzeichen besiegte die Mannschaft von Trainer Marco Job den direkten Konkurrenten SG Eimbeckhausen/Hamelspringe mit 1:0 und sammelte drei „Weltklasse“-Punkte für den Klassenerhalt.
Die Vorzeichen für die Gäste hätten kaum schwieriger sein können. Ursprünglich in Thüste angesetzt, musste die Partie aufgrund von Platzproblemen kurzfristig nach Eimbeckhausen verlegt werden und das Heimrecht wurde getauscht. Auch personell pfiff die Spielgemeinschaft aus Saale-Ith und Marienhagen aus dem letzten Loch. Schichtdienst, krankheitsbedingt und verletzungsgeplagt reiste das Team mit nur zwölf fitten Spielern an – zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als könne man nur zu zehnt antreten.
Bei klassischem „Fritz-Walter-Wetter“ entwickelte sich auf dem tiefem Geläuf eine intensive Regenschlacht. Die spielstärkeren Gastgeber aus Eimbeckhausen übernahmen wie erwartet das Kommando und drückten auf die Führung. Doch die Defensive der Gäste stand an diesem Tag wie ein Bollwerk. Auch das Glück des Tüchtigen war auf Seiten der SG SI/Marienhagen, als ein Abschluss der Hausherren lediglich gegen die Latte krachte. „Eimbeckhausen war die stärkere Mannschaft, sie hatten ihre Chancen“, gab SG-Coach Marco Job nach dem Abpfiff offen zu. Doch was seine Elf spielerisch nicht lösen konnte, machte sie durch pure Leidenschaft wett. „Vom Fußball her war heute nicht viel möglich, aber wir haben von der ersten bis zur 96. Minute gefightet.“
Wie so oft in solchen Partien entschied ein einziger Moment über Sieg oder Niederlage. In der 80. Spielminute segelte ein langer Ball in den Strafraum der Gastgeber. Das Leder setzte tückisch auf und rutschte bis zum langen Pfosten durch. Dort lauerte Cedrik Voges, der die Ruhe bewahrte und den Ball zum viel umjubelten 0:1-Siegtreffer über die Linie schob.
Für Saale-Ith/Marienhagen war es der erste Sieg in der Fremde überhaupt. Vor der Partie trennten beide Teams zehn Punkte. Durch den Sieg schrumpft der Abstand im Tabellenkeller nun deutlich und Saale-Ith/Marienhagen vergrößerte das Punktepolster nach unten. Entsprechend stolz zeigte sich Marco Job nach dem Schlusspfiff: „Was ich sonst oft kritisiere, war heute wirklich Weltklasse: die Mannschaftsleistung. Wir kamen mit dem letzten Aufgebot und haben das Ding zusammen geholt. Die Jungs haben sich ihr Kaltgetränk heute mehr als verdient!“
Tor: 0:1 Cedrik Voges (80.)

