3 000 Kilometer für den guten Zweck
82jähriger Extrem-Läufer macht Station in Coppenbrügge
Coppenbrügge (gök). Es ist ein Vorhaben, das selbst trainierten Profisportlern Respekt einflößen würde, für Bodo Clemens ist es aber eine Herzensangelegenheit. Der 82Jährige ist derzeit auf einer beeindruckenden Mission. Von Rügen bis nach Spanien führt ihn sein Weg quer durch Deutschland und Frankreich, immer den Markierungen des Jakobswegs folgend. Kürzlich legte der rüstige Läufer einen Zwischenstopp im Rathaus von Coppenbrügge ein.
Bürgermeister Thomas Küllig ließ es sich nicht nehmen, den außergewöhnlichen Gast persönlich zu begrüßen. „Herrn Clemens hier vor Ort zu haben, ist etwas Besonderes“, betonte Küllig bei seiner Begrüßung. Die Etappe nach Coppenbrügge führte Clemens zuvor von Pattensen in den Flecken. Lange ausruhen wollte sich der Weitläufer jedoch nicht. Bereits am Folgetag brach er in Richtung Bodenwerder auf, um sein großes Ziel fest im Blick zu behalten. Die sportlichen Eckdaten dieser Reise sind schier unglaublich. Mit stolzen 82 Jahren hat sich Bodo Clemens vorgenommen, eine Gesamtstrecke von rund 3 000 Kilometern zu bewältigen. Für diese enorme Distanz, die ihn von der Ostseeinsel Rügen über den Jakobsweg bis tief nach Spanien führt, hat er ein Zeitfenster von insgesamt viereinhalb Monaten eingeplant. Es ist eine Herausforderung, die nicht nur körperliche Fitness, sondern vor allem eine enorme mentale Stärke voraussetzt.
Hinter der sportlichen Höchstleistung steckt ein tiefgreifender karitativer Gedanke, der bereits in der Vergangenheit höchste Anerkennung fand. So konnte Clemens für einen seiner letzten Läufe sogar Altkanzlerin Angela Merkel als Schirmherrin gewinnen. Auch bei seinem aktuellen Projekt sammelt der Läufer unermüdlich Spenden und wird dabei von zahlreichen finanziellen Unterstützern begleitet. Die Erlöse seines Engagements kommen dieses Mal zwei bedeutenden Institutionen zugute. Zum einen unterstützt er die Frauenselbsthilfe Krebs (FSH), die Betroffenen und Angehörigen in schwierigen Zeiten beisteht. Zum anderen fließen die Gelder an die Kneipp Gesundheitsstiftung, die sich der Förderung einer ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge verschrieben hat. Küllig ist sich daher auch sicher, dass Bodo Clemens in wenigen Monaten bei seiner Ankunft in Spanien nicht nur eine enorme Distanz überwunden haben wird, sondern auch ein starkes Zeichen für Solidarität und ehrenamtliches Engagement gesetzt haben wird.
Foto: Thomas Küllig begrüßt Bodo Clemens in Coppenbrügge
