Mission „HeLaSa“
Drei Orte, eine Vision für die Dorfentwicklung
Hemmendorf/Lauenstein/Salzhemmendorf (gök). Wenn sich drei Nachbarorte zusammentun, um gemeinsam an ihrer Zukunft zu feilen, entsteht daraus eine starke Identität. Unter dem griffigen Namen „HeLaSa“ haben sich die Ortsräte von Hemmendorf, Lauenstein und Salzhemmendorf zusammengeschlossen, um sich als geschlossene Region für das niedersächsische Dorfentwicklungsprogramm zu bewerben. Ein entscheidender Meilenstein auf diesem Weg waren die jetzt durchgeführten Dorfrundgänge, die auf eine beeindruckende Resonanz in der Bevölkerung stießen.
Einen ganzen Tag lang waren Bürger sowie viele lokale Politiker aus den jeweiligen Ortsräten in allen drei Ortsteilen unterwegs, um Stärken zu analysieren und Potenziale zu entdecken. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen der Organisatoren deutlich. In Salzhemmendorf versammelten sich rund 35 Teilnehmer und selbst in Hemmendorf als kleinstem der Orte war das Interesse riesig. Den krönenden Abschluss bildete Lauenstein mit einer noch höheren Beteiligung. Für Salzhemmendorfs Ortsbürgermeister Karsten Appold (Grüne) war es ein „anstrengender, aber hochinteressanter Tag“.
Die Liste der angelaufenen Orte liest sich wie ein Katalog voller Möglichkeiten. In Hemmendorf standen die alte Mühle, das Dorfgemeinschaftshaus und das ehemalige Brauhaus im Kirchenbereich im Fokus der Begehung. In Salzhemmendorf richteten sich die Blicke vor allem auf den alten Bahnhof und den Dorfplatz an der Alleestraße, während in Lauenstein neben markanten Punkten im Ortskern insbesondere das Naturerlebnisbad ein zentrales Thema der Gespräche war. Dabei ging es den Teilnehmern nicht nur um den Erhalt historischer Bausubstanz. In den Diskussionen wurde deutlich, dass die Bürger eine moderne Dorfentwicklung fordern, die gezielt Angebote für Jugendliche und junge Familien schafft, statt sich nur auf Ruhebänke und klassische Verschönerungen zu konzentrieren.
Die Vorbereitungen für den großen Wurf laufen bereits auf Hochtouren. Eine bestehende Arbeitsgruppe hat nicht nur den Namen „HeLaSa“ für die gewünschte Dorfentwicklungsregion etabliert, sondern bereits ein eigenes Logo entwickelt, um die regionale Verbundenheit nach außen zu tragen. Der weitere Fahrplan sieht nun vor, dass bis zum 1. April diesen Jahres die offiziellen Bewerbungsunterlagen eingereicht werden. Nach einer erfolgreichen Aufnahme in das Programm startet die eigentliche Arbeit mit der Erstellung eines detaillierten Dorfentwicklungsplans, der Bildung von Facharbeitsgruppen und der intensiven Ideensammlung durch die Bürger vor Ort.
Ein zentraler Baustein für den Erfolg des Projekts sind die sogenannten Dorfmoderatoren. Gesucht werden engagierte Bürger, die als Multiplikatoren und Netzwerker fungieren. Sie sollen nicht nur innerhalb der „HeLaSa“-Region vermitteln, sondern auch den Kontakt zu anderen Dorfregionen halten. „Wir müssen das Rad nicht neu erfinden“, erklärt Karsten Appold. Es gebe viele gute Konzepte in Dörfern mit ähnlichen Strukturen und die Moderatoren sollen diese Ideen in die eigene Fläche holen und dort vernetzen. Mit der starken Beteiligung an den Rundgängen im Rücken blickt die Region nun optimistisch auf das Auswahlverfahren.
Foto7516+7517: Die Dorfrundgänge hatten in allen Ortsteilen eine sehr gute Teilnahme

