Kontinuität und Spezialisierung

Frank Heuer bleibt Ortsbrandmeister in Levedagsen

Levedagsen (gök). In einer Zeit, in der das Feuerwehrwesen im Landkreis Hameln-Pyrmont vor spürbaren strukturellen Veränderungen steht, setzt die Ortsfeuerwehr Levedagsen auf Beständigkeit. Während der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus wurde Ortsbrandmeister Frank Heuer einstimmig in seinem Amt bestätigt. Es ist ein Vertrauensbeweis für einen Mann, der die Wehr bereits seit 24 Jahren führt und die Entwicklung des Standorts nach Meinung der anderen Feuerwehrmitglieder maßgeblich geprägt hat und nun auch die nächsten sechs Jahre führen wird.

Obwohl die Feuerwehr Levedagsen vermutlich zu den kleinsten Einheiten im Landkreis gehört, ist ihre Bedeutung für die Gemeindefeuerwehr Salzhemmendorf unumstritten. Gemeindebürgermeister Clemens Pommerening hob in seinem Grußwort hervor, dass die Wehr eine wichtige Nische besetzt. Gemeinsam mit den Kameraden aus Ockensen und Benstorf haben die Levedagsener eine schlagkräftige Hygienekomponente aufgebaut, die im Einsatzfall für die notwendige Dekontamination und Einsatzstellenhygiene sorgt. Diese Spezialisierung führt dazu, dass die kleine Truppe hervorragend in den Stützpunkt in Thüste integriert ist. In seinem Jahresbericht blickte Frank Heuer auf ein aktives Jahr zurück. Neben der Teilnahme am Gemeindefeuerwehrtag und dem Feuerwehrfest in Weenzen standen praktische Arbeiten wie die Reinigung des Löschteichs auf dem Programm. Dass die Sicherheit der Kameraden in den Einsätzen stets an erster Stelle steht, bestätigte der Bericht des Sicherheitsbeauftragten Christoph Andreas, der Ausstattung und Hydranten einen mangelfreien Zustand bescheinigte. Die Wichtigkeit der Wehr unterstrich auch der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses, Michael Lang, der darauf hinwies, dass fünf Einsätze pro Jahr für eine so kleine Einheit eine beachtliche Bilanz seien.

Ein erster besonderer Moment der Versammlung war die Ehrung von Christoph Andreas, dem durch den stellvertretenden Gemeindebrandmeister Thomas Hölscher und den stellvertretenden Abschnittsleiter Sebastian Gollin die Hochwasserehrennadel verliehen wurde. Christoph Andreas war es auch, der im Namen der Kameraden Frank Heuer für dessen fast vierteljahrhundert langes Engagement dankte. Von einem neuen Feuerwehrhaus bis hin zu Fahrzeugbeschaffungen habe man unter Heuers Führung viel erlebt und erreicht.

Die Zukunft der Wehr wird derweil durch technische Erneuerungen und strukturellen Wandel geprägt sein. Thomas Hölscher gab bekannt, dass im Haushalt bereits erste Gelder für ein neues Fahrzeug für Levedagsen absehbar seien. Bezüglich der landesweiten Neuerungen erklärte er, dass es ab Mitte 2026 zwar neue Dienstgradabzeichnungen und Bezeichnungen geben werde, die Gemeinde jedoch aus Kostengründen auf komplett neue Uniformen verzichte, um die Mittel stattdessen in die Beschaffung wichtiger Ausrüstung zu stecken. Abschließend informierte Sebastian Gollin über die neue Struktur der Kreisfeuerwehrbereitschaften und lud zum Blaulichttag im Sommer nach Hameln ein. Auch Ortsbürgermeister Karsten Appold würdigte die kleine, aber schlagkräftige Truppe als unverzichtbaren Teil des dörflichen Lebens und verwies auf den anstehenden Frühlingsempfang des Ortsrates am 20. März.

Foto0253: Die Versammlung der Feuerwehr Levedagsen war sehr gut besucht

Foto0254: Christoph Andreas und Frank Heuer führen die kleinste Feuerwehr im Flecken Salzhemmendorf