Tradition trifft Aufbruch
Schützenverein Weenzen rüstet sich für die Zukunft
Weenzen (gök). Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter dem Schützenverein Weenzen, doch der Blick der Mitglieder ist fest nach vorne gerichtet. Zur Jahreshauptversammlung in der Mehrzweckhalle konnte der erste Vorsitzende Ralf Richter rund 20 stimmberechtigte Mitglieder begrüßen. Die zentrale Botschaft des Abends war eindeutig: Der Verein lebt und die Finanzen sind solide, doch um das Schützenhaus dauerhaft mit Leben zu füllen, sind frische Ideen und mehr Engagement der Gemeinschaft gefragt.
In seinem Jahresbericht ließ Ralf Richter die Höhepunkte Revue passieren. Besonders das Fischessen, das nach einer längeren Pause wiederbelebt wurde, erwies sich als voller Erfolg. Aufgrund der guten Resonanz soll diese Veranstaltung künftig fest im Zwei-Jahres-Rhythmus eingeplant werden. Auch an der 905-Jahr-Feier des Ortes beteiligten sich die Schützen aktiv. Kritisch merkte Richter jedoch an, dass die Beteiligung beim Osterschießen und beim Herbstpokal hinter den Erwartungen zurückblieb. Da der Herbstpokal ausschließlich von Mitgliedern besucht wurde, wünscht sich der Vorstand für die Zukunft wieder mehr Zuspruch aus der breiten Bürgerschaft. Das nächste Osterschießen ist bereits fest für den diesjährigen Ostersamstag terminiert.
Schießsportleiter Malte Gülke berichtete von soliden Leistungen auf Unterkreisebene. Besonders die Herrenmannschaft im Bereich KK Auflage sowie Felix Richter mit einem starken zwölften Platz im Einzelschießen setzten sportliche Ausrufezeichen. Dennoch mahnte Gülke eine regere Teilnahme an den regulären Schießabenden an, die üblicherweise am Freitagabend stattfinden. Sorgen bereitet derzeit zudem die Jugendabteilung. Wie Malte Gülke stellvertretend für den erkrankten Jugendwart Frank Baxmann ausführte, ist der letzte verbleibende Jugendliche mittlerweile in die Schützenabteilung aufgerückt. Für das Jahr 2026 sind daher gezielte Schnupperschießen geplant, um wieder Nachwuchs für den Sport zu begeistern. Frank Baxmann wurde in Abwesenheit aber einstimmig in seinem Amt als Jugendleiter bestätigt. Auch Damenleiterin Silke Zeiske blickte auf die kommenden Aufgaben. Ein gemeinsames Frühstück im Unterkreis soll am 12. April nachgeholt werden, wobei es in Weenzen an diesem Tag leider zu einer Terminkollision kommt. Zeiske hofft für die laufende Saison darauf, wieder drei Mannschaften im Unterkreis melden zu können und wünscht sich ebenfalls eine stärkere Beteiligung an den Übungsabenden.
Der zweite Vorsitzende Friedrich „Freddy“ Lange setzt unterdessen auf bauliche und organisatorische Impulse. Um das Schützenhaus ganzjährig nutzbar zu machen, ist die Installation eines Ofens im Aufenthaltsraum geplant, wobei auch eine Gas-Lösung in Betracht gezogen wird. Zudem wird überlegt, die Schießabende durch Termine am Sonntagvormittag im 14-Tage-Rhythmus zu ergänzen, um den Zugang zum Verein flexibler zu gestalten. Auch beim Königsschießen 2026 gibt es eine zeitliche Straffung, da der dritte Termin in den Vorjahren kaum genutzt wurde. Der Wettkampf konzentriert sich dieses Jahr auf Freitag, den 21. August, von 19 bis 22 Uhr sowie auf Sonntag, den 23. August, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr.
Ein feierlicher Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung langjähriger Wegbegleiter durch Ralf Richter und Freddy Lange. Für ein halbes Jahrhundert Treue zum Verein erhielten Rainer Engelhardt und Ralf Richter die Ehrennadel in Gold. Die Ehrennadel in Silber für 25jährige Mitgliedschaft wurde an Jana Brennecke verliehen. Zudem wurde Laura Gildner als Vereinsmeisterin ausgezeichnet. Da einige zu Ehrende am Abend verhindert waren, werden die Auszeichnungen für Rolf Nitz, Tanja Nitz (beide 25 Jahre) sowie für Christa Stöckmann, die dem Verein bereits seit 60 Jahren angehört, zu einem späteren Zeitpunkt vom Vorstand nachgeholt.
Foto0261: Ralf Richter, Laura Gildner, Rainer Engelhardt und Friedrich Lange
Foto0263: Nach der Versammlung blieben die Mitglieder noch gesellig und genossen den Abend

