Neue Wege gegen den Fachkräftemangel

Krankenhaus Lindenbrunn und KGS Salzhemmendorf kooperieren

Coppenbrügge/Salzhemmendorf (gök). Das Krankenhaus Lindenbrunn in Coppenbrügge und die KGS Salzhemmendorf gehen gemeinsam neue Wege, um dem drohenden Fachkräftemangel im Gesundheitswesen entgegenzuwirken. Im Rahmen des innovativen Projekts Care HaPy starten beide Institutionen eine langfristig angelegte Kooperation, die Schülern eine fundierte und realistische Orientierung in der Welt der Pflege- und Gesundheitsberufe bieten soll. Gefördert wird diese Initiative durch die Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont, nachdem sich das Krankenhaus und die Schule erfolgreich im Rahmen einer offiziellen Ausschreibung um eine Anschubfinanzierung beworben hatten.

Hintergrund der Zusammenarbeit ist die zunehmend angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt. Eine alternde Belegschaft und eine sinkende Zahl potenzieller Nachwuchskräfte stellen insbesondere die Kranken- und Altenpflege deutschlandweit vor große Herausforderungen. Um diese Lücke zu schließen, setzt das Projekt Care HaPy auf modernes Kontaktmarketing statt auf klassische Werbung. Ziel ist es, jungen Menschen in der entscheidenden Berufsfindungsphase der Klassenstufen neun und zehn die vielfältigen und zukunftssicheren Karrieremöglichkeiten im medizinischen Sektor aufzuzeigen und gleichzeitig das Image der Pflegeberufe nachhaltig zu verbessern. Das Herzstück der Kooperation bilden verschiedene praxisorientierte Maßnahmen, die weit über den normalen Schulunterricht hinausgehen. Geplant sind regelmäßige Betriebsbesichtigungen im Krankenhaus Lindenbrunn, vertiefende Praktika sowie gezielte Workshops. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Austausch auf Augenhöhe. Auszubildende und junge Fachkräfte des Krankenhauses werden direkt in die Schule kommen oder vor Ort in der Klinik von ihrem Arbeitsalltag berichten. Diese authentischen Einblicke sollen den Schülern helfen, ein ehrliches Bild von den Anforderungen und den erfüllenden Momenten einer sozialen Tätigkeit zu gewinnen.

Klinikmanager Gerrit Hirsch hebt hervor, dass der Gesundheitsbereich nicht nur sinnstiftende Aufgaben bietet, sondern auch eine enorme berufliche Sicherheit garantiert. Das Projekt soll den Jugendlichen zeigen, wie erfüllend die Arbeit am Menschen sein kann. „Berufsorientierung lebt von praktischen Erfahrungen. Die Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Lindenbrunn eröffnet unseren Schülern wertvolle Einblicke in einen wichtigen und vielseitigen Berufszweig“, erklärt der KGS-Schulrektor Michael Ehrhardt im Gespräch. Neben der reinen Berufswahl unterstützt das Projekt auch die Entwicklung wichtiger Schlüsselqualifikationen wie Sozial- und Digitalkompetenz. Die Schüler werden über einen längeren Zeitraum begleitet, was eine nachhaltige Unterstützung bei der Karriereplanung ermöglicht.

Foto v. l. n. r: Catharina Reiche (Referentin für Recruiting Krankenhaus Lindenbrunn), Gerrit Hirsch

(Klinikmanager Krankenhaus Lindenbrunn), Michael Ehrhardt (Gesamtschuldirektor KGS

Salzhemmendorf) und Sabrina Niemeyer (Fachbereichsleiterin für Arbeit-Wirtschaft-Technik /

Berufsorientierung KGS Salzhemmendorf) bei der Unterschrift des Letter ofIntent.