Duinger Wochenmarkt mit großem Angebot

Wochenmarkt als Herzensangelegenheit

Duingen (gök). 2006 im Juli startete der Wochenmarkt in Duingen auf Initiative der damaligen Samtgemeindeverwaltung im Hohen Rott unweit der Feuerwehr in Duingen. Im November 2006 übernahm der jetzige Bürgermeister Klaus Krumfuß (CDU) dann sein Ehrenamt und seitdem ist Krumfuß nahezu jede Woche donnerstags auf dem Wochenmarkt anzutreffen. „Der Wochenmarkt hat sich zu einer Herzensangelegenheit für mich entwickelt, wo ich einfach auch gerne vor Ort bin“, so Krumfuß im Gespräch. Zusammen mit Anke Schorak und Sandra Struß von der Verwaltung organisiert er den Wochenmarkt, was nicht immer einfach ist.

Mit Wenke Piesker konnte Krumfuß nun eine neue Marktbeschickerin nach Duingen holen, die dort regelmäßig mit ihren Bäckereiwaren vor Ort sein wird. „Wir sind sehr froh, nach langer Durststrecke wieder einen Bäcker für den Markt gewonnen zu haben“, so Krumfuß und Schorak. Gerade der Bereich der Schlachtereien und Bäckereien ist laut Krumfuß landauf und landab rückläufig, weshalb Krumfuß jetzt auch heilfroh über die Zusage ist. Das Bäckereiangebot lässt den Markt wieder nach einem aussehen, wo in Duingen sieben Anbieter als Stammgäste immer vor Ort sind. Bei der Anzahl der Einwohner – Duingen hat als Kernort im Flecken knapp unter 3 000 Einwohnern – ist es für die Organisatoren schwierig, neue Marktbeschicker von dem Ort zu überzeugen. „Die Menschen müssen daher auch kommen und den Markt annehmen“, fordert Krumfuß als Bürgermeister auch von den Menschen im Ort und den benachbarten Dörfern.

Der Markt ist gerade für in der Mobilität eingeschränkte Menschen im Kernort eine weitere Möglichkeit für ihren Einkauf, wo auch die Qualität stimmt. Durch die Standgebühren deckt sich der Markt bei den Kosten auch selber, wobei die Gebühren sehr moderat sind und laut Schorak vor allem die Stromkosten decken sollen. Da der Markt aber sozial gesehen auch Begegnungen schafft, sind die Organisatoren auch immer an einer Weiterentwicklung interessiert. Dank eines minimalen Haushaltspostens werden immer wieder Verbesserungen vorgenommen, die die Atmosphäre noch weiter verbessern sollen. Dieses Jahr wurden ein paar einfache Sitzgelegenheiten angeschafft, damit die Besucher noch länger auf dem beliebten Wochenmarkt verbleiben. Martin Mundhenke aus Deinsen etwa besucht gerne den Wochenmarkt in der Nachbarschaft. „Gerne sitzen wir dann hier auch mal einen Moment und klönen etwas“, so Mundhenke.

Die Attraktivität würde sich jetzt noch einmal deutlich verbessern, wenn Krumfuß noch weitere Marktbeschicker nach Duingen locken könnte. „Derzeit bin ich im Gespräch mit einem Fischhändler, den man aber erstmal von Duingen überzeugen muss. Ein Fischhändler wäre eine richtige Bereicherung und würde das Angebot komplettieren“, so Krumfuß. Die Stimmung unter den Marktbeschickern ist sehr gut, wo man sich auch prima ergänzt. Krumfuß gibt aber zu, dass das nicht immer so war und früher auch mal um den ein oder anderen Standplatz gestritten wurde. Damit der Service für die Marktbesucher jetzt noch besser wird, will Krumfuß zukünftig auch Kalender an den Ständen aufhängen. Dort wird dann bekanntgegeben, wann die Marktbeschicker vor Ort sind, die nur alle 14 Tage erscheinen. Die Organisatoren achten aber darauf, dass das Grundangebot immer attraktiv bleibt.

 

Foto6235: Anke Schorak und Klaus Krumfuß auf dem Duinger Wochenmarkt

Foto6258: Der Duinger Wochenmarkt erfreut sich vieler Stammbesucher