Ein Ort der Heilung und Gemeinschaft

„HadeMö“ blickt auf ein bewegtes Jahr zurück

Levedagsen (gök). Das „Haus der Möglichkeiten“, kurz HadeMö, ist weit mehr als nur ein Treffpunkt für kreative Projekte in Levedagsen. Wie wichtig die Arbeit des Vereins insbesondere für belastete Seelen ist, wurde auf der jüngsten Versammlung im Dorfgemeinschaftshaus Levedagsen deutlich. Vor rund einem Dutzend anwesender Mitglieder zog Sandra Schumacher Bilanz und betonte, dass der Verein nach der Winterruhe nun wieder voller Tatendrang in das neue Jahr startet. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der wertvollen Unterstützung für traumatisierte Kinder, die im HadeMö einen geschützten Raum finden.

Die Kunsttherapeutin Tanja Schiller-Korn, die gemeinsam mit Andreas Honka die pädagogische und therapeutische Arbeit leitet, gab tiefere Einblicke in diesen oft im Stillen wirkenden Bereich des Ehrenamts. Im vergangenen Jahr wurden etwa zehn Elternpaare beraten und insgesamt rund 15 Kinder sowie Erwachsene intensiv betreut. Durch gezielte Therapieangebote hilft der Verein dabei, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten und neue Lebensfreude zu gewinnen. Auch aktuell befinden sich wieder zwei Kinder in regelmäßiger therapeutischer Begleitung im Haus, was die Notwendigkeit dieses Angebots unterstreicht.

Neben der therapeutischen Arbeit blickt der Verein auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück, in dem fast alle geplanten Aktionen erfolgreich zur Freude der großen und kleinen Vereinsmitglieder umgesetzt werden konnten. Ein besonderer Höhepunkt war das inklusive Mehrgenerationen-Zeltlager mit 21 Kindern. Hier zeigte sich die Stärke des ehrenamtlichen Konzepts: Sogar zwei Großmütter nahmen teil und gaben alte Basteltechniken an die jüngere Generation weiter. Erstmals waren auch eingeschränkte Kinder dabei, die ohne Probleme eine entspannte Zeit mit den anderen Kindern verbrachten. Auch im dörflichen Leben ist das HadeMö fest verwurzelt, sei es durch die Teilnahme am Weber-Pokal in Wallensen oder durch kleine Gesten wie das Verteilen selbstgebastelter Teelichter beim Kirchentreff für Senioren.

Auch baulich hat sich im vergangenen Jahr viel getan, um die Rahmenbedingungen für die Vereinsarbeit zu verbessern. In der Kreativscheune wurden Strom und Licht installiert sowie eine Decke eingezogen. Dass solche Projekte realisierbar sind, verdankt der Verein auch der Spendenbereitschaft von Fördereinrichtungen oder Bürgern aus Levedagsen und Wallensen. Neben finanziellen Zuwendungen freute sich das Team besonders über Sachspenden für die Bastelangebote. Auf den Einbau eines Ofens musste aus Kostengründen vorerst zwar verzichtet werden, doch der Tatendrang bleibt ungebrochen: Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurde das Führungsteam im Amt bestätigt.

Für das Jahr 2026 hat sich das Team um Sandra Schumacher viel vorgenommen. Ein neuer Flyer präsentiert bereits ein vielfältiges Programm von März bis Dezember, das unter anderem eine Seifenwerkstatt und Familienangebote für Mitglieder umfasst. Der Vorstand hofft hier, dass noch mehr Menschen als die bisherigen 15 Familien das bunte Programm des Vereins für sich entdecken. Ein besonderes Datum im Kalender ist der 17. Juli, an dem eine Lavendelfahrt in einen botanischen Duftgarten geplant ist. Aber auch das Zeltlager vom 19. bis 21. Juni, die Seifenwerkstatt am 26. August oder der Bau der Vogelfutterstation am 5. Oktober wird sicherlich wieder viele Menschen begeistern. Um die wichtige Arbeit, insbesondere für traumatisierte Kinder, auch in Zukunft sicherzustellen, will der Verein auch weiterhin verstärkt Spenden generieren und zwei neue Arbeitseinsätze zur Pflege des Geländes durchführen.

Foto0361: Das Team von „HadeMö“ freut sich auf die kommenden Aktionen

Foto0378: Im „HadeMö“ wird vielen Kindern geholfen