Groß Berkel behält im „Sechs-Punkte-Spiel“ die Oberhand
TSV Groß Berkel – SG Saale-Ith/Marienhagen 4:2 (2:0
Groß Berkel/Marienhagen (gök). In einer wegweisenden Partie der unteren Tabellenregion setzte sich der TSV Groß Berkel mit 4:2 gegen die SG Saale-Ith/Marienhagen durch. Während die Hausherren durch eine starke Anfangsphase den Grundstein für den Erfolg legten, haderten die Gäste mit individuellen Fehlern.
Von Beginn an war die Bedeutung der Partie spürbar. Groß Berkel wirkte wacher und nutzte die anfängliche Harmlosigkeit der Gäste konsequent aus. Bereits in der 11. Minute zappelte der Ball im Netz. Kasim Yildrim fasste sich von der Strafraumgrenze ein Herz und schlenzte das Leder passgenau in den linken Winkel. Die SG-Elf protestierte jedoch lautstark, da dem entscheidenden Querpass ein Handspiel vorausgegangen war, der Treffer zählte dennoch. Nur fünf Minuten später der nächste Schock für die SG. Nach einem unnötigen Ballverlust im Spielaufbau schaltete der TSV blitzschnell um. Lars Hoffmann stand goldrichtig und erhöhte aus kurzer Distanz auf 2:0 (16.). Die SG Saale-Ith/Marienhagen fand in dieser Phase kaum Mittel, um den Druck zu entlasten, da das Mittelfeld keinen Zugriff auf die Partie bekam.
Nach dem Seitenwechsel kam die SG mit deutlich mehr Elan aus der Kabine. Eine erste Großchance nach starker Vorarbeit von Rene Olthoff und einer präzisen Flanke von Piet-Alexander Schrot blieb jedoch ungenutzt. Mitten in diese Drangphase hinein folgte der nächste Rückschlag. In der 52. Minute nutzte Jan Howind einen erneuten Ballverlust der Gäste und überlupfte SG-Keeper Tobias Engelhardt aus rund 30 Metern sehenswert zum 3:0. Doch die Gäste bewiesen Moral. Fast im Gegenzug revanchierte sich Piet-Alexander Schrot mit einer Kopie des vorangegangenen Treffers. Ebenfalls aus gut 30 Metern überwand er TSV-Schlussmann Jan Schacht zum 3:1-Anschluss (57.). Die Hoffnung auf eine Aufholjagd hielt jedoch nicht lange, da Toni Scheffer in der 61. Minute nach einem Freistoß im Nachsetzen zum 4:1 traf und den alten Abstand wiederherstellte. Der späte Treffer von Patrick Vasques zum 4:2-Endstand (75.) kam am Ende zu spät.
SG-Ersatztrainer Carsten Gülke zog nach dem Schlusspfiff ein gemischtes Fazit. Der Plan, kompakt zu stehen und über Sicherheit ins Spiel zu finden, sei früh durchkreuzt worden: „Durch individuelle Fehler bei den Gegentoren sind wir relativ schnell in Rückstand geraten. Das hat es uns schwer gemacht, das umzusetzen, was wir uns eigentlich vorgenommen hatten. Wir mussten verletzungsbedingt häufig wechseln, worunter der Spielfluss sichtlich gelitten hat.“ Dennoch blickt man im Lager der SG nicht nur frustriert zurück. Die kämpferische Steigerung ab Mitte der ersten Halbzeit und die Leistung im zweiten Durchgang seien Mutmacher. „Die zweite Hälfte lässt uns positiv in die Zukunft blicken. Durch konsequentes Training wollen wir in den nächsten Spielen wieder angreifen“, so Gülke kämpferisch.
Tore: 1:0 Kasim Yildrim (11.), 2:0 Lars Hoffmann (16.), 3:0 Jan Howind (52.), 3:1 Piet-Alexander Schrot (57.), 4:1 Toni Scheffer (61.), 4:2 Patrick Vasques (75.)
Foto1435: Sebastian Braukmüller stellt Lars Hoffmann
Foto1445: „Pepe“ Vasques setzt sich im Zweikampf durch
Foto1448: Die SG Saale-Ith/Marienhagen bekam nicht viel Zugriff im Mittelfeld


