Gefahrenbereich in Elze nähergebracht

Gemeinsamer Gefahrgutdienst der Feuerwehr

Elze (gök). Am vergangenen Wochenende fand eine Fortbildung der Gefahrgutzüge des Brandabschnitts West in Elze statt. In einem theoretischen Unterricht am Freitag im Feuerwehrhaus Elze, referiert durch Elzes Stadtatemschutzbeauftragten Manuel Wieckhorst und einer praktischen Ausbildung auf dem Gelände der Spedition Wurzel wurde den Teilnehmern aus verschiedenen Feuerwehren der Stadt Elze, sowie der Gemeinden Nordstemmen und Sibbesse und der Gemeindefeuerwehr Leinebergland einsatzbezogenes Wissen im Umgang mit Chemikalienschutzanzügen, kurz CSA, vermittelt.

An verschiedenen Stationen wurde auf dem Gelände das Handling in einem CSA praxisnah ausgebildet. So mussten zum Beispiel zwei Flanschstücke mit Schrauben und Muttern miteinander verbunden werden. „Normalerweise ist dies kein Problem, aber wenn man mit einem Atemschutzgerät auf dem Rücken in einem Vollschutzanzug diese Arbeiten erledigen muss und dadurch auch die Sicht und vor allem die Bewegung und der Tastsinn eingeschränkt sind, wird dies zur schweißtreibenden Herausforderung“, erklärt Dennis Kleinert, Gefahrgutzugführer des Brandabschnitts West aus dem Landkreis Hildesheim im Gespräch. Weiter ging es für die Teilnehmer mit dem transportieren und heben von schweren Lasten, denn auch an Einsatzstellen muss ein abgesperrter Sicherheitsbereich mit Materialien wie etwa Auffangbehältern, Abdichtmaterial oder Werkzeugen überwunden werden. Zu guter Letzt musste ein havarierter Gasdruckbehälter fachgerecht gesichert werden, bevor dann auch langsam die Luft in den Atemschutzgeräten knapp wurde, da diese bei körperlicher Belastung nur 20 bis 30 Minuten ausreicht.

„Insgesamt konnten wir an diesem Ausbildungswochenende 23 Einsatzkräften die Arbeit im Gefahrenbereich unter CSA näherbringen und somit den Pool an Fachpersonal für Einsätze mit Gefahrstoffen erweitern. Ein großer Dank geht an die Spedition Wurzel für die sofortige Zusage zur Nutzung ihres Geländes und die Übernahme der Versorgung“, so Kleinert abschließend.

Foto001+002+004: Im Vollschutzanzug wurde Aufgaben gemeinsam bewältigt

Foto003: Den Feuerwehrmitgliedern wurden auch Details nähergebracht, auf die man beim Anlegen der Einsatzkleidung zu achten hat