Großbrand in Bremke über Kreisgrenzen hinaus bekämpft
Fachwerkhaus brennt nieder / Polizei entdeckt Drogenplantage
Harderode/Bremke (gök). Am Freitag, den 24. April 2026 ereignete sich im Brunnenweg in Bremke ein folgenschwerer Brand, der ein historisches Fachwerkhaus vollständig zerstörte. Gegen 19:20 Uhr erreichten die ersten Rettungskräfte den Einsatzort und fanden das Gebäude bereits in Vollbrand vor. Der 69 Jahre alte Bewohner des Hauses erlitt bei dem Unglück Verletzungen und musste zur weiteren medizinischen Untersuchung in ein Krankenhaus transportiert werden.
Aufgrund der massiven Flammenbildung leiteten Polizei und Feuerwehr umgehend Evakuierungsmaßnahmen für die angrenzende Nachbarschaft ein um die Anwohner vor der drohenden Gefahr zu schützen. Bei der systematischen Durchsuchung eines Nachbarhauses, in dem noch Personen vermutet wurden, machten die Beamten eine überraschende Entdeckung. In den Räumlichkeiten stießen sie auf eine professionell betriebene Indoorplantage mit zahlreichen Cannabispflanzen. Die Polizei beschlagnahmte umgehend das gesamte Equipment sowie die Pflanzen. Im Rahmen der Ermittlungen konnte bereits ein Beschuldigter identifiziert werden, der sich nun wegen des unerlaubten und gewerbsmäßigen Anbaus verantworten muss.
Die Löscharbeiten gestalteten sich als äußerst anspruchsvoll, da die örtliche Wasserversorgung und eine vorhandene Zisterne für das Ausmaß des Brandes nicht ausreichten. Um 20:07 Uhr wurde deshalb die Freiwillige Feuerwehr Harderode aus der Nachbarkommune Coppenbrügge zur Unterstützung gerufen. Die Einsatzkräfte bauten am dortigen Löschwasserbecken eine Saugleitung auf und koordinierten die Versorgung zahlreicher Tanklöschfahrzeuge aus Heyen, Hehlen, Ottenstein, Kirchbrak und Polle über die Kreisgrenze hinweg.
Insgesamt kämpften rund 180 Einsatzkräfte gegen das Inferno an. Dabei zahlte sich eine erst kürzlich durchgeführte Übung aus, bei der die Wasserversorgung im Pendelverkehr trainiert worden war. Erst gegen 2 Uhr am Samstagmorgen konnte schließlich die Meldung „Feuer aus“ gegeben werden. Die genaue Ursache für den Ausbruch des Brandes ist aktuell noch unklar und bildet den Kern der laufenden polizeilichen Ermittlungen.
Ein besonderer Dank der Feuerwehrleute gilt den Einwohnern von Harderode. Diese unterstützten die erschöpften Einsatzkräfte während der kalten Nachtstunden mit belegten Broten, Speisen und Getränken. Diese Hilfsbereitschaft trug maßgeblich dazu bei, die lange Einsatzdauer und die niedrigen Temperaturen zu bewältigen.
Foto: Die Feuerwehr Harderode stellte die Wasserversorgung mit sicher
