Lebendiger Austausch mit den „Omas gegen Rechts“
Salzhemmendorf (gök). Das Bündnis Haltung Ith-Saaletal hatte eingeladen und rund 20 Interessierte kamen jetzt in den IthPunkt in Salzhemmendorf. Die Hamelner Gruppe der “Omas gegen Rechts“ stellte sich mit Ihren Zielen, Aktionen und Erfahrungen vor. Gleich zu Beginn der Veranstaltung betonten Angela Wehrhahn, José Becker und Sabine Kahler, „gegen Rechts“ bedeute nicht gegen rechts-konservative Haltungen, sondern gegen rechten Extremismus. Und man wolle keinen Vortrag halten, sondern miteinander ins Gespräch kommen.
Das gelang in Salzhemmendorf schließlich schnell. Warum sie sich gegen Rechtsextremismus engagieren und wie sie zu dem „Omas“ gekommen seien, wurde aus der Runde gefragt. Die Sorge um Demokratie, Freiheit und Vielfalt sei eine Triebfeder und der Wunsch, diese Werte für die Enkel zu bewahren in Anbetracht steigender Wählerstimmen für extreme Parteien. Das Stichwort „Remigration“ als Schwerpunkt der Potsdamer Konferenz einer extrem rechten Gruppierung war für eine unmittelbar betroffene „Oma“ der Anstoß um zu sagen: Es reicht, ich will etwas tun! Ein Blick in Krankenhäuser, Pflege, Gastronomie und weitere Branchen zeige, dass es ohne Migration hier ziemlich düster aussehen würde. Kritik übten die ‚Omas‘ an den etablierten demokratischen Parteien. Diese sollten sichtbarer werden, näher an den Menschen und präsenter sein in der Fußgängerzone, auf dem Wochenmarkt, oder im Einkaufszentrum.
Das Bündnis Haltung Ith-Saaletal – selber ja keine Partei – wird diesen Appell zum Anlass nehmen, an den Markt- und Samstagen vor der Kommunalwahl im September aktiv zu werden. Auf dem REWE-Parkplatz in Salzhemmendorf will man Flagge zeigen für Demokratie, Vielfallt und Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Foto: In Salzhemmendorf kam man im IthPunkt zur Diskussion zusammen
