Präzision im Wald
Vierte Spring-Challenge der Bogenschützen begeistert in Lauenstein
Lauenstein (gök). Das 3D-Bogenschießen rund um das Naturfreundehaus in Lauenstein hat sich längst zu einem Magneten für Sportler aus einem Umkreis von bis zu 150 Kilometern entwickelt. Zur mittlerweile vierten Auflage der Spring-Challenge zog es am vergangenen Wochenende rund 115 Teilnehmer in den Ith, um ihr Geschick an den Pfeil und Bogen zu beweisen. Der Zuspruch war so enorm, dass das Turnier bereits fünf Tage nach der Ausschreibung komplett ausgebucht war. Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, stockten die Organisatoren das ursprünglich geplante Feld von 108 sogar auf 120 Plätze auf.
Für die vierte Ausgabe des Turniers hat das Team der Bogensparte der Naturfreunde Lauenstein das Konzept grundlegend überarbeitet und die Erfahrungen aus dem Vorjahr einfließen lassen. Statt der über 30 Stationen des Vorjahres, bei denen es teilweise zu Wartezeiten gekommen war, wurde der Parcours diesmal auf 20 Stationen entzerrt. Insgesamt mussten sich die Schützen an 43 verschiedenen Tierattrappen beweisen. Die Herausforderung lag dabei in der Abwechslung. Jede Station bot ein sogenanntes Dreifachziel, bei dem drei Versuche zum Treffen erlaubt sind, sowie ein Hunter-Ziel, bei dem nur ein einziger Schuss über Treffer oder Misserfolg entscheidet.
Besonders die Entfernungen verlangten den Teilnehmern alles ab. Die Ziele sind in verschiedene Kategorien unterteilt, die von kurzen Distanzen zwischen neun und 18 Metern bis hin zu anspruchsvollen Fernschüssen reichen. Bei Highlights wie dem Bärenstand, dem Hirsch oder dem Keiler mussten die Pfeile über Distanzen von bis zu 54 Metern ins Ziel gebracht werden. Um das Material zu schonen und die Suchzeiten zu verkürzen, wurden hinter vielen Zielen Backstops installiert, die fehlgeleitete Pfeile sicher auffangen.
Hinter den Kulissen leistete ein Team von rund 16 Helfern Schwerstarbeit. Während die Bogensparte den Parcours bereits seit November vorbereitete und teilweise im Schnee aufbaute, sorgten die Frauen und Mitglieder des Naturfreundevereins für die Verpflegung der Gäste. Der Aufbau war dabei nicht ohne Hürden. Neben der Witterung machten den Organisatoren auch Vandalismus und mutwillige Beschädigungen an den teuren Schaumstoff-Attrappen zu schaffen. An einigen Figuren wurden gezielt Ohren oder Schnauzen abgeschnitten, was kurz vor Turnierbeginn noch schnelle Reparaturen erforderte.
Trotz einiger Verbesserungsmöglichkeiten zogen die Verantwortlichen ein positives Fazit. Manfred Kiehne von den Naturfreunden betonte, dass die Sicherheit als oberstes Gebot stets gewährleistet sei und man die Kritik ernst nehme, um den Parcours stetig zu verbessern. Die Atmosphäre im Wald und das besondere Gelände in Lauenstein bleiben für die Szene attraktiv. Die Naturfreunde freuen sich weiter über neue Interessenten, die im Winter samstags und in den Sommermonaten mittwochs in das Angebot hineinschnuppern können. Nach dem Erfolg dieser vierten Auflage richten die Naturfreunde den Blick bereits nach vorn. Für das kommende Jahr ist zum kleinen Jubiläum die fünfte Spring-Challenge bereits grob eingeplant.
Foto1069+1071+1076: Beim 3D-Bogenschießen wird naturschutzgerecht nur auf Tierattrappen geschossen
Foto1073: Nach den Schüssen erfolgt die gemeinsame Trefferaufnahme
Foto1078: Beim Schuss gilt volle Konzentration für ein gutes Ergebnis
Foto1083: Auch auf Entfernungen bis 54 Meter wird geschossen





