Volltreffer mit Lichtstrahlen

KKSV Wallensen glänzt beim Deutschlandcup

Wallensen/Langelsheim (gök). Der Schießsport wird digital, sicher und vor allem jung. Während in vielen Schützenvereinen Überalterung droht und diverse Schützenvereine sich aufgrund Nachwuchsmangel bereits aufgelöst haben, gehen einige Vereine andere Wege. In Langelsheim fand zum zweiten Mal der Deutschlandcup der Lichtschützen statt. Bei diesem bundesweiten Wettbewerb messen sich Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis elf Jahren in einer modernen Disziplin, die ganz ohne klassische Munition auskommt. Stattdessen nutzen die jungen Talente Lichtstrahlen der Laserklasse eins. Ein Sensor registriert den Impuls millimetergenau und wertet den Schuss sofort am Computer aus. Da diese Geräte rechtlich nicht als Waffen gelten, ermöglicht das Lichtpunktschießen bereits den Jüngsten den Einstieg in einen Sport, der vor allem Körperbeherrschung, Konzentration und mentale Stärke erfordert.

Der KKSV Wallensen reiste mit sieben Teilnehmern zu diesem hochkarätigen Bundes-Event an und konnte die Heimreise mit beachtlichen Erfolgen antreten. Besonders groß war der Jubel über zwei Podestplätze. In der Klasse Schüler III sicherte sich die erst achtjährige Esta Grießner mit starken 161,9 Ringen den dritten Platz. Ihr Vereinskollege Ben Steputat tat es ihr gleich, der Neunjährige erzielte 179,3 Ringe und sicherte sich damit ebenfalls die Bronzemedaille. Beide Nachwuchstalente wurden für ihre Präzision mit einer Medaille und einem Ehrenpräsent ausgezeichnet. Nur hauchdünn am Podium vorbei schrammte Matteo Pommerening, der mit 177,2 Ringen einen hervorragenden vierten Platz belegte. Auch die weiteren Starter des KKSV – Leonard Lange, Theo Steputat, Elias Ziegenhorn und Tamme Schmid – zeigten konzentrierte Leistungen und platzierten sich im soliden Mittelfeld des Teilnehmerfeldes. Dass der Verein so erfolgreich bei einem deutschlandweiten Vergleich abschneiden konnte, kommt nicht von ungefähr. Die Jugendabteilung des KKSV Wallensen zählt aktuell zwölf Mitglieder unter zwölf Jahren, die unter der Leitung der Jugendleiterin Anastasia Lange sowie zwei ausgebildeten Trainern und mehreren Betreuern gezielt gefördert werden.

Das Lichtschießen bietet dem Verein eine ideale Plattform zur Nachwuchsförderung. Da es keinen Knall und keinen Rückstoß gibt, lernen die Kinder spielerisch und völlig gefahrlos den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Sportgerät. Im Training geht es dabei weniger um das reine Treffen, sondern vielmehr um das Zusammenspiel von ruhiger Atmung und der Auge-Hand-Koordination.

Foto001: In der Klasse Schüler III kam Esta Grießner (rechts) auf das Podium beim Deutschlandcup

Foto002: Auch Ben Steputat belegte einen starken dritten Platz in seiner Klasse.