Glänzendes Chrom und ehrenamtliches Engagement

Rekordverdächtiges Oldtimertreffen in Osterwald

Osterwald (gök). Osterwald präsentierte sich am vergangenen Wochenende zum Muttertag wieder als Mekka für Liebhaber historischer Fahrzeuge. Zur 28. Auflage des traditionellen Oldtimertreffens verwandelte sich der Ort in eine lebendige Galerie der Automobilgeschichte. Mit insgesamt 87 teilnehmenden Fahrzeugen verzeichnete der Motor-Club Osterwald eine beeindruckende Resonanz, die fast an den historischen Rekord heranreichte und den Verein gleichzeitig aber auch an seine Kapazitätsgrenzen führte. Den feierlichen Startschuss für die Ausfahrt gaben in diesem Jahr mit Johanna und Greta zwei ganz junge Mitglieder vom MCO, die die Teilnehmer auf die Strecke verabschiedeten.

Die Vielfalt der rollenden Raritäten bot den zahlreichen Besuchern ein spektakuläres Bild. Als ältestes Fahrzeug der Veranstaltung zog eine originale Motobecane aus dem Jahr 1927 die Blicke auf sich, die von Wolfgang Junghähnel aus Salzgitter präsentiert wurde. Für eine besonders weite Anreise sorgte Uwe-Carsten Funk, der mit seinem Mercedes-Benz 300 CE-24 Cabrio den Weg aus Leipzig auf sich nahm. Ein seltenes Highlight war zudem der Humber Sceptre Mk I von Erwin Wilhelm, bei dem es sich um das einzige in Deutschland gemeldete Exemplar dieses Typs handelt. Den begehrten Wanderpokal und den Sieg nach Punkten sicherte sich in diesem Jahr die Familie Mintzlaff aus Bad Frankenhausen. Tobias, Katharina und Matheo Mintzlaff gewann die Wertung aus den verschiedenen Aufgaben der Ausfahrt, die sie mit ihrem Golf 1 Cabriolet in der US-Ausführung aus dem Jahr 1988 genossen. Neben den Preisträgern prägten viele weitere Klassiker das Bild, darunter ein BMW E3 2500 aus Hameln, ein VW T3 Doka aus Springe sowie ein Opel Ascona C aus Salzhemmendorf. Ostalgie gab es durch Teilnehmer aus Grünenplan, wo Carsten und Felix Zucher vertreten gleich mit zwei Wartburg-Modellen der Typen 311 und 1,3 angereist waren.

Hinter den Kulissen sorgten rund 50 ehrenamtliche Helfer für einen reibungslosen Ablauf. Sebastian Decker war ebenfalls als Helfer den ganzen Tag mit dabei und hob hervor, dass viele Helfer von den frühen Morgenstunden bis spät in den Abend im Einsatz waren, um das Event bei bestem Wetter zu stemmen. Trotz auch manchmal kritischen Stimmen wie etwa einer zu braunen Bratwurst oder der falschen Biermarke überwog das Lob der Teilnehmer deutlich. Decker betonte in diesem Zusammenhang den enormen organisatorischen und finanziellen Aufwand, der bereits im Vorfeld für Genehmigungen und Planung durch den Verein geleistet werden muss. Nach der Pause seit 2023 war das Fazit für die 28. Auflage wieder sehr positiv. Das die Veranstaltung auch bei Teilnehmern gut ankam zeigte der Umstand, dass für die 29. Auflage 2027 schon die ersten Anmeldungen auf der Homepage des MCO unter motor-club-osterwald.de vorgenommen wurden. Bereits am Tag vor dem Treffen war dort die Anmeldemöglichkeit durch den Verein freigeschaltet worden.

Foto001+002: Carsten und Felix Zucher mit ihren Wartburg 311 (Baujahr 1964) und 1,3 (Baujahr 1989) kamen aus Delligsen

Foto003+004: Der BMW E3 2500 (Baujahr 1976) von Susanne und Carsten Nitzsche aus Hameln

Foto005+006: Der VW T3 Doka (Baujahr 1984) von Dirk Bode und seiner Familie aus Springe

Foto007: Den Humber Sceptre Mk gibt es in Deutschland nur einmal

Foto008+009: Der Opel Ascona C (Baujahr 1987) von Michael und Samantha Buchholz aus Salzhemmendorf

Foto010: Tobias, Katharina und Matheo Mintzlaff aus Bad Frankenhausen gewannen die Turnierwertung und bekamen vom Vorsitzenden Uwe Kaller den Wanderpokal

Foto011+012: Uwe-Carsten Funk aus Leipzig hatte mit seinem Mercedes-Benz 300 CE-24 (Baujahr 1993) die weiteste Anreise

Foto013: Wolfgang Junghähnel aus Salzgitter stellte mit seiner orginalen Motobecane von 1927 das älteste Fahrzeug