Virtuoses Allround-Genie begeistert in Hoyershausen
Orgelplus-Konzert von Uwe Rehling mit großem Zulauf
Hoyershausen (gök). Die gut gefüllte Kirche in Hoyershausen wurde beim 39. OrgelPlus Konzert zum Schauplatz einer außergewöhnlichen Darbietung, die weit über einen klassischen Musikabend hinausging. Unter der organisatorischen Leitung von Gudrun Bosman erlebte das Publikum einen Abend voller Heiterkeit, Staunen und Lachen. Im Mittelpunkt stand der Zauberer und Entertainer Uwe Rehling, der sich als wahres Multitalent präsentierte und die stimmungsvolle Atmosphäre des Gotteshauses mit einer unglaublichen Vielfalt an Klängen füllte.
Uwe Rehling bespielte nicht nur die für das Konzert namensgebende Orgel und sein neues E-Klavier auf meisterhafte und virtuose Weise, sondern bewies auch ein enormes Gespür für verschiedenste Musikstile. Das Programm unter dem Motto „Die heitere Orgel“ spannte einen weiten Bogen von der Barockmusik eines Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel bis hin zu modernen Klassikern. So erklangen neben Bachs Praeludium und Fuge in G Dur auch festliche Auszüge aus Händels Feuerwerksmusik. Besonders beeindruckend war die Leichtigkeit, mit der Rehling zwischen den Epochen wechselte und dabei stets den unterhaltsamen Charakter der Stücke betonte. Ein absoluter Höhepunkt des Abends war die Jazzimprovisation mit dem Titel „Jazz fängt das schöne Frühjahr an“. Hier zeigte das Allround-Genie seine ganze Bandbreite, indem er gleichzeitig die Trompete erklingen ließ und ungewöhnliche Akzente mit der Maultrommel sowie Kehlkopfklängen setzte. Die Zuschauer staunten nicht schlecht, als er zudem wie durch Zauberei zwei Blockflöten aus dem Ärmel hervorholte und diese in sein Spiel integrierte. Auch die Popgeschichte kam nicht zu kurz, als Rehling bekannten Melodien der Beatles wie „Yesterday“ oder „Blackbird“ seine Stimme lieh und sie in einem ganz neuen Gewand präsentierte.
Abgerundet wurde der Abend durch humorvolle Akzente und eine charmante Moderation. Uwe Rehling trug heitere Gedichte vor und führte wie ein versierter Entertainer durch das abwechslungsreiche Repertoire, das auch schwungvolle Werke wie den „Frühlingsstimmen-Walzer“ von Johann Strauß oder das skurrile Stück „Die Hexe vom Wartenstein“ von Hannes Meyer umfasste.
