Vorsorge für den Ernstfall
Salzhemmendorf setzt auf Aufklärung
Salzhemmendorf (gök). Der Flecken Salzhemmendorf stärkt die Krisenvorsorge seiner Bürger und setzt dabei auf direkte Information. In einer gemeinsamen Aktion haben Bürgermeister Clemens Pommerening und Jan Rohrmann von der Gemeindeverwaltung, Mitglieder des Gemeinderates sowie Einsatzkräfte der Gemeindefeuerwehr am Rathaus noch einmal intensiv den sogenannten Krisenflyer verteilt. Die Aktion knüpft an reale Erfahrungen an, denn Anfang des Jahres kam es in der Gemeinde bereits zu einem kleinen Krisenszenario, als für längere Zeit der Strom ausfiel. Bei diesem Ereignis hat sich das etablierte Leuchtturmkonzept in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr bereits erfolgreich bewährt. Nun geht es darum, dieses Konzept der Bevölkerung noch einmal detailliert zu erläutern.
Der Flyer liefert den Einwohnern wichtige Orientierung für den Ernstfall. Er zeigt präzise auf, wo sich in den einzelnen Ortschaften die zentralen Anlaufstellen befinden, an denen die Menschen bei einem langanhaltenden Stromausfall schnell verlässliche Informationen zur aktuellen Lage erhalten und im Notfall Hilfe rufen können. Insgesamt wurde der Ratgeber in einer Auflage von 7 500 Exemplaren gedruckt. Rund 5 000 Stück wurden bereits im Vorfeld direkt an die Haushalte verteilt. Der verbleibende Überhang wurde nun am Rathaus gezielt unter das Volk gemischt, um auch die letzten Lücken in der Informationskette zu schließen.
Unterstützt wurde die Verteilung durch eine Broschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Diese Ergänzung liefert wertvolle Ratschläge zur richtigen Bevorratung in Krisenzeiten und mahnt zu besonnenem Handeln in Ausnahmesituationen. Dass die Aufklärung der Bevölkerung oberste Priorität hat, zeigt auch der breite politische Konsens in der Gemeinde. Die politischen Parteien hatten sich ausdrücklich gewünscht, dass die Bürger umfassend über die Möglichkeiten im Krisenfall informiert werden, und beteiligten sich konsequent selbst an der Verteilaktion vor Ort.
„Effektiver Katastrophenschutz beginnt in den eigenen vier Wänden. Wer gut vorbereitet ist und über einen gewissen Grundvorrat verfügt, verfällt im Ernstfall nicht in Panik, sondern kann die Situation besonnen und ohne Kopflosigkeit angehen. Zu einer soliden Grundausstattung gehören beispielsweise ein Kurbelradio, ein Lebensmittelvorrat für zehn Tage sowie ausreichend Trinkwasser. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung zu der Aktion sind überwiegend positiv“, so Jan Rohrmann im Gespräch. Die Bürger zeigen sich dankbar für die Sensibilisierung, da das Thema Krisenvorsorge ohnehin sehr präsent ist.
Foto: Gemeinsam wurden noch weitere Krisenflyer unter den Bürgern verteilt
