60 Jahre Teamgeist und Leidenschaft
Jugendfeuerwehr Lauenstein feiert großes Jubiläum
Lauenstein (gök). Sechs Jahrzehnte gelebte Kameradschaft, Spiel, Spaß und unermüdlicher Einsatz für den Nachwuchs. Die Jugendfeuerwehr Lauenstein feierte am Pfingstwochenende ihr stolzes 60jähriges Bestehen. Zu diesem besonderen Jubiläum verwandelte sich der Lauensteiner Sportplatz in eine lebendige Festmeile, auf der nicht nur die lange Tradition der Jugendfeuerwehr gewürdigt, sondern auch die Zukunft des Brandschutzes gebührend gefeiert wurde.
Insgesamt elf Kinder- und Jugendfeuerwehrgruppen präsentierten sich während dem Festakt den Gästen. Musikalisch schwungvoll begleitet wurde das Spektakel vom Lauensteiner Jugendspielmannszug. Ein ganz besonderer Gruß ging an die Partnerfeuerwehr aus Schmerzke in Brandenburg, die aber nicht nur für die Feierlichkeiten angereist war. Parallel zum Festakt fand auch das traditionelle Pfingstzeltlager der Lauensteiner Jugendfeuerwehr mit den Freunden aus Schmerzke am Naturfreundehaus statt. Ein Event, das im jährlichen Wechsel zwischen Niedersachsen und Brandenburg ausgetragen wird und die tiefe Verbundenheit der beiden Wehren unterstreicht. Jugendarbeit ist sehr wertvoll und das Erreichte macht einen schon stolz, betonte der Ortsbrandmeister aus Schmerzke bei seinen Grußworten. Auch Uwe Barein vom Jugendspielmannszug lobte die tolle Zusammenarbeit vor Or bei der Jugendfeuerwehrt.
Ein Höhepunkt des Festaktes waren die feierlichen Ehrungen. Gemeindebrandmeister Rolf Schmidt zeichnete die Gründungsmitglieder Walter Steinbrück und Gerhard Bode für ihre außergewöhnliche, 60jährige Mitgliedschaft aus. Sie haben vor sechs Jahrzehnten mit den Grundstein für die heutige Erfolgsgeschichte gelegt. Ebenfalls im Rampenlicht stand Mandy Cyperski. Sie erhielt aus den Händen von Kreisjugendfeuerwehrwart Thomas „Korken“ Kurbgeweit das Ehrenzeichen der niedersächsischen Kinder- und Jugendfeuerwehr. Kurbgeweit lobte ihren jahrelangen, leidenschaftlichen Einsatz in der Kinderfeuerwehr. Sie habe das Feuer der Leidenschaft in den Jüngsten entfacht und es geschafft, die ersten ehemaligen Mitglieder der Kinderfeuerwehr über die Jugendwehr bis hin zu den aktiven Einsatzkräften zu begleiten. Kurbgeweit lobte auch die große Tradition der Jugendarbeit in Lauenstein, ist doch die Jugendfeuerwehr Lauenstein immerhin die viertälteste Jugendfeuerwehr im Landkreis und zusammen mit Oldendorf die älteste im Flecken Salzhemmendorf.
Trotz der ungewohnten und Hitze, die die Spiel- und Spaßangebote für die jüngeren Besucher auf dem Sportplatz leider etwas bremste, zeigten sich die angereisten Gruppen bei der großen Dorfrallye hochmotiviert. Neben dem klassischen feuerwehrtechnischen Umgang mit der Kübelspritze galt es auch, eine knifflige Langzeitaufgabe zu lösen. Während der gesamten Rallye musste ein Loch in einem mit Sand gefüllten Becher erfolgreich zugehalten werden. Die spannenden Wettkämpfe spiegelten sich auch in den Platzierungen wider. Bei der Jugendfeuerwehr sicherte sich die Mannschaft aus Wallensen den Turniersieg, gefolgt von der Partnerfeuerwehr aus Schmerzke auf dem zweiten Platz und der Jugendfeuerwehr Hemmendorf auf dem dritten Rang. Bei der Kinderfeuerwehr holten sich die weit gereisten Gäste der Kinderfeuerwehr Schmerzke den ersten Platz. Die Gastgeber der Kinderfeuerwehr Lauenstein freuten sich über einen hervorragenden zweiten Platz, während die Kinderfeuerwehr Wallensen das Podium auf dem dritten Platz komplettierte.
In den Festansprachen wurde deutlich, wie tief die Jugendfeuerwehr im Ort verwurzelt ist. „60 Jahre Kameradschaft, Spiel und Spaß bedeuten, dass Jugendfeuerwehr weit mehr ist als nur Schläuche ausrollen und Übungen. Das ist gelebte Freundschaft, Teamgeist und Aktionen wie das Zeltlager“, fasste Gemeindejugendfeuerwehrwart Hans-Jürgen „Hampi“ Dreier das Wesen der Organisation zusammen.
Ortsbrandmeister Jens Brock blickte auf den Wandel der Zeit zurück, betonte jedoch eine verlässliche Konstante: „Vieles habe sich im Laufe der Jahre verändert, aber die Jugendfeuerwehr finde immer freitags um 17 Uhr statt. Heute bedeute Jugendfeuerwehr auch gelebte Demokratie durch die Wahl von Gruppensprechern sowie vorbeugenden Brandschutz. So mancher Jugendliche habe daheim bereits die Eltern auf fehlende Rauchmelder oder die Brandgefahr von Smartphones aufmerksam gemacht“. Brock zeigte sich sichtlich dankbar für den hochmotivierten Nachwuchs. Zum Abschluss der von zahlreichen Geschenken gekrönten Jubiläumsfeier fand auch Bürgermeister Clemens Pommerening passende Worte des Dankes, indem er hervorhob, dass die Jugendfeuerwehr in den vergangenen 60 Jahren einfach immer am Ball geblieben sei und immer wieder Ehrenamtliche in die Aktiven integriert hat.
Foto3493: Auf dem Lauensteiner Sportplatz fand der Festakt statt
Foto3497: Die Verantwortlichen mit den Ehrengästen und Geehrten
Foto3504: Die Sieger der Dorfralley


