Das beste Brot im Weserbergland ist gekürt

Coppenbrügge (gök). Am Pfingstsonntag verwandelte sich das geschichtsträchtige Burggelände Coppenbrügge in eine duftende Oase für alle Liebhaber des traditionellen Backhandwerks. Zum zweiten Mal wurde der große Brotbackwettbewerb ausgetragen, um die Frage nach dem köstlichsten selbstgebackenen Laib des Weserberglandes zu beantworten. Bei strahlendem Sonnenschein und bestem Ausflugswetter folgten rund 150 begeisterte Besucher dem ritterlichen Ruf an den Burggraben, um die Kreationen der hiesigen Hobbybäcker ausgiebig zu verkosten und zu bewerten.

Insgesamt fünf passionierte Bäcker stellten sich dem Urteil der Öffentlichkeit, die bei diesem Wettbewerb als Jury fungieren durfte. Die Resonanz war beeindruckend, denn 71 der anwesenden Gäste nutzten die Gelegenheit zur aktiven Stimmabgabe. Da jeder Stimmberechtigte drei Stimmen auf seine persönlichen Favoriten verteilen konnte, wurden am Ende insgesamt 213 Stimmen gezählt. Das Ergebnis fiel denkbar knapp aus und zeugte von der durchgehend hohen Qualität der eingereichten Backwaren. Den begehrten ersten Platz und damit den Titel für das beste Brot im Weserbergland sicherte sich Elke Urbschat aus Nordrhein-Westfalen, deren Backkunst stolze 66 Stimmen auf sich vereinen konnte. Nur dicht dahinter folgte Nicole Hennemann aus der gastgebenden Gemeinde Coppenbrügge, die mit 59 Stimmen den zweiten Platz belegte. Das Siegertreppchen komplettierte Aida Franzek aus Lauenstein, die für ihr Brot 37 Stimmen erhielt und somit den dritten Platz errang. Neben Ruhm und Ehre durften sich die drei Erstplatzierten über die wohlverdienten Auszeichnungen freuen.

Das Organisationsteam um Diana Rasch zeigte sich nach dem Ende der Veranstaltung sichtlich emotional und hochzufrieden mit dem Verlauf des Tages: „Die Atmosphäre auf dem gesamten Gelände war harmonisch, friedlich und fast schon familiär“. Überall kamen die Menschen ungezwungen miteinander ins Gespräch, tauschten sich über Rezepte aus und genossen das bunte Treiben, ohne dass laut Rasch auch nur ein einziges negatives Wort die friedliche Stimmung trübte.

Neben dem kulinarischen Wettbewerb wurde den Gästen ein abwechslungsreiches und hochkarätiges Rahmenprogramm geboten. Für die musikalische Untermalung und viele emotionale Momente sorgte der Singer-Songwriter Mathew James White aus Oldendorf, der das Publikum mit seiner ausdrucksstarken Stimme und feinen Klängen auf der Gitarre verzauberte. Kulturelle Vielfalt brachte zudem die Künstlerin Miki Satoh aus Osterwald ein, die ihr charmantes kleines Wandertheater vorstellte und die Aufmerksamkeit der großen und kleinen Zuschauer auf sich zog. Auch Literaturliebhaber kamen voll auf ihre Kosten, da zwei regionale Autorinnen ihre neuesten Werke im historischen Ambiente präsentierten. Die Autorin und Synchronsprecherin Sarah Anna C. aus Salzhemmendorf stellte ihr liebevoll gestaltetes Kinderbuch Lumi vor, während die Coppenbrügger Fantasy-Autorin Mel Rellington die Zuhörer mit ihrem Buch mit dem Titel „Auf den Schwingen der Finsternis“ in ferne Welten entführte.

Ein großer Dank der Organisatoren ging darüber hinaus an die Landfrauen, die das Event mit einem informativen Beitrag bereicherten. Sie veranschaulichten den interessierten Gästen nicht nur die Vielfalt der verschiedenen Getreidearten, sondern machten auch auf die unersetzliche Bedeutung der Biene für das gesamte Ökosystem aufmerksam. Ebenso nutzte die Initiative Bürgerbackofen Coppenbrügge die Plattform, um sich und ihre Arbeit für die Gemeinschaft vorzustellen.

Nach diesem vollen Erfolg steht für das Organisationsteam bereits fest, dass der Brotbackwettbewerb im kommenden Jahr eine Fortsetzung finden wird. Man werde die gewonnenen Erfahrungen aus der diesjährigen Veranstaltung nutzen, um das Event noch weiter zu entwickeln. Ein genauer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben, doch soll der nächste Wettbewerb voraussichtlich wieder in der Zeit vor Pfingsten stattfinden.

Foto08: Aida Franzek, Elke Urbschat und Nicole Hennemann waren dieses Jahr die erfolgreichsten Bäckerinnen

Foto07: Aida Franzek und Elke Urbschat bieten ihre Brote zur Verkostung an

Foto06: Japanische Kunst im Innenhof von Miki Satoh gab es auch zu sehen

Foto02+04: Für ein genaues Ergebnis konnten die Brotlaibe probiert werden