Paukenschlag bei den Christdemoktraten
„Jimmy“ Knust bricht endgültig mit der CDU / Einstieg in Wahlkampf?
Salzhemmendorf/Benstorf (gök). Die politische Landschaft im Flecken Salzhemmendorf bleibt in Bewegung. Nach seinem spektakulären Rückzug aus allen kommunalpolitischen Ämtern im Frühjahr zieht das Salzhemmendorfer Politikurgestein Friedrich-Wilhelm Knust, in der gesamten Region schlicht als „Jimmy“ bekannt, nun die finale Konsequenz aus dem anhaltenden internen Zerwürfnis. In einem persönlichen Schreiben an den CDU-Bundesvorsitzenden Friedrich Merz hat Knust nun seine offizielle Mitgliedschaft in der CDU gekündigt und beendet damit eine über ein halbes Jahrhundert andauernde Epoche.
Ganze 52 Jahre lang gehörte der profilierte Kommunalpolitiker der Partei an, in der er unter anderem fünfzehn Jahre lang die Fraktion im Gemeinderat anführte. Den drastischen Schritt des Parteiaustritts begründete Knust in seinem Schreiben an die Parteispitze mit unüberbrückbaren menschlichen Unstimmigkeiten auf Gemeind- und Kreisebene. Damit knüpft er nahtlos an die Konflikte an, die jüngst bereits zu seinem Abschied aus dem Gemeinderat, dem Ortsrat Benstorf und dem Kreisrat Hameln-Pyrmont geführt hatten. Hintergrund des Bruchs war dafür ein tiefes Zerwürfnis mit dem aktuellen Gemeinde-Fraktionsvorsitzenden Michael Lang, das unter anderem zu einer langanhaltenden Funkstille zwischen den beiden Politikern geführt hatte.
Die Leidenschaft für die Kommunalpolitik hat er nach eigener Aussage aber nicht verloren. Trotz des endgültigen Bruchs mit seiner langjährigen politischen Heimat denkt das Urgestein nämlich noch nicht an den vollständigen Ruhestand. Auf Nachfrage erklärte Knust, dass er kommunalpolitisch durchaus weitermachen wolle, fortan jedoch nicht mehr als Mitglied der CDU. Zu diesem Zweck führt er derzeit bereits Gespräche über seine politische Zukunft im lokalen Raum. Über nähere Details, potenzielle Partner oder die genaue Form seines künftigen Engagements war der erfahrene Politiker zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht bereit, mehr zu verraten.
Foto: „Jimmy“ Knust will auch bei der nächsten Kommunalwahl wieder antreten
