Nachhaltiger Erfolg in anspruchsvollen Zeiten

Aufsichtsrat der Volksbank im Wesertal neu besetzt

Coppenbrügge (gök). In Zeiten von geopolitischen Unsicherheiten und einer schwierigen Wirtschaftslage setzen viele Unternehmen auf schnelle Erfolge und rasche Gewinne. Die Volksbank im Wesertal verfolgt jedoch laut der Vorstandsvorsitzenden Ilka Osterwald einen anderen Weg. Das genossenschaftliche Institut und seine rund sechzig Mitarbeiter definieren Erfolg über das Erreichen langfristiger Ziele. Dazu gehören ein konstantes Wachstum der Kerngeschäftsfelder, ein gleichmäßig steigendes Ergebnis, ein mitwachsendes Eigenkapital sowie eine stetig zunehmende Qualität der Strukturen und Prozesse. Dass sich diese wertschaffende, nachhaltige und risikobewusste Strategie auszahlt, zeigte sich auf der Generalversammlung, bei der die Bank auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurückblickte.

Trotz der widrigen Marktbedingungen verzeichnete die Bank einen moderaten, aber soliden Anstieg der Bilanzsumme. Besonders zufrieden zeigten sich die Verantwortlichen mit der positiven Entwicklung des Kundenwertvolumens, das sowohl bei den Einlagen als auch bei den Krediten von 668 auf 683 Millionen Euro kletterte. Dies entspricht einer Steigerung des Marktanteils um etwa 2,25 Prozent. Zudem gelang es dem Institut im abgelaufenen Geschäftsjahr, gezielt Risiken abzubauen und teure Refinanzierungen zurückzuführen. Das Zinsgeschäft bildete auch im Jahr 2025 das stärkste Ertragsfeld der Bank und wurde durch einen gestiegenen Provisionsüberschuss ergänzt. Einen zusätzlichen positiven Beitrag zum Gesamtergebnis leisteten die deutlich angestiegenen Erträge aus Vermietung und Verpachtung. Auf der Kostenseite standen zwar ein gestiegener allgemeiner Verwaltungsaufwand und höhere Personalkosten, doch das Verhältnis zwischen Ertrag und Aufwand entwickelte sich günstig. Dadurch konnte das Betriebsergebnis der Volksbank im Wesertal seine konstant positive Entwicklung der Vorjahre fortsetzen.

Von dem verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 351 000 Euro nach Abzug des Steueraufwands profitieren auch die Mitglieder direkt. Die Generalversammlung sprach sich für die Ausschüttung einer Dividende von fünf Prozent aus. Die verbleibenden Mittel wurden zur Stärkung der verschiedenen Rücklagen verwendet, da die kontinuierliche Stärkung des Eigenkapitals wie in den Vorjahren eine hohe Priorität genießt. “Wir legen unseren Fokus auf ein wertschaffendes, nachhaltiges und risikobewusstes Wachstum”, fasste Vorstandsvorsitzende Ilka Osterwald zusammen. Ein Wachstum um jeden Preis oder mit unkalkulierbaren Risiken lehnen die Verantwortlichen ab, da die gewählte Strategie Sicherheit und Vertrauen gebe und das Institut zukunftsfähig ausrichte.

Neben den wirtschaftlichen Zahlen stand die Versammlung im Zeichen eines bedeutenden personellen Wechsels. Nach zwanzig Jahren im Aufsichtsrat, davon achtzehn Jahre als Vorsitzender, wurde Andreas Voß altersbedingt in den Ruhestand verabschiedet. In seiner Amtszeit begleitete er 21 Generalversammlungen, rund 150 Aufsichtsratssitzungen und über 600 Aufsichtsratsbeschlüsse. Aktuelle und ehemalige Weggefährten dankten ihm in Videobotschaften für seinen prägenden Einsatz, mit dem er den Weg der Bank auch in Zeiten schwieriger Entscheidungen entscheidend bereichert hat. Nach der einstimmigen Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat durch die Generalversammlung wurden auch die Weichen für die Zukunft des Gremiums gestellt. Sophie Ehle wurde neu in den Aufsichtsrat gewählt, während Frank Heinemann und Markus Jähn turnusmäßig erfolgreich wiedergewählt wurden. In der anschließenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurde Frank Heinemann zum neuen Vorsitzenden und Gerrit Hirsch zu seinem Stellvertreter gewählt. Zum Abschluss des offiziellen Teils sprachen Vorstand und Aufsichtsrat den Mitarbeitern ihren ausdrücklichen Dank für das große Engagement und die erfolgreiche Arbeit im vergangenen Jahr aus.

Foto: Markus Jähn, Sophie Ehle, Frank Heinemann und Andreas Voß

Foto: Vorstandsvorsitzende Ilka Osterwald präsentierte der Generalversammlung ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025