Höhere Aufwandsentschädigungen für die Feuerwehr im Flecken Salzhemmendorf

Nach knapp 20 Jahren Beträge angepasst

Salzhemmendorf (gök). In Salzhemmendorf bei der Sitzung des Feuerschutzausschusses unter dem Vorsitz von Michael Lang (CDU) wurde aus Sicht des Vorsitzenden über eine längst überfällige Anpassung der Aufwandsentschädigungen für die Freiwillige Feuerwehr beraten. Die bisher gültige Satzung stammt aus dem Jahr 2007 und wurde seit fast zwanzig Jahren nicht mehr verändert. In dieser langen Zeitspanne haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie das Preisniveau drastisch gewandelt. Die aufgelaufene Inflation und die gestiegenen Lebenshaltungskosten führten dazu, dass die alten Sätze laut Lang absolut nicht mehr zeitgemäß waren und dem tatsächlichen Aufwand der ehrenamtlichen Einsatzkräfte und Funktionsträger nicht mehr gerecht werden.

Der Ausschuss stimmte schließlich einstimmig für den Vorschlag des Gemeindebrandmeisters, der in enger Abstimmung mit der Gemeindefeuerwehr ausgearbeitet worden war. Der Vorsitzende Michael Lang zeigte sich in einem Gespräch dankbar für die Initiative der Einsatzkräfte. Er betonte jedoch gleichzeitig, dass selbst die neuen Ansätze noch nicht einmal den vollen Inflationsausgleich der vergangenen Jahre widerspiegeln. Dennoch sei die Neuregelung ein wichtiger Schritt, um das ehrenamtliche Engagement im Brandschutz und der technischen Hilfeleistung angemessen zu würdigen, zu fördern und die Attraktivität der Führungsaufgaben und Sonderfunktionen auch in Zukunft zu sichern. Ein Abgleich mit anderen kreisangehörigen Gemeinden zeigte, dass sich die neuen Summen im allgemeinen Durchschnitt bewegen.

Neben den reinen Erhöhungen bestehender Sätze wurde die Satzung auch inhaltlich modernisiert, um neue Aufgabenbereiche im Feuerwehrwesen abzubilden. So wurden die Funktionen für Systembeauftragte der Software FeuerON, für Branderzieher, Funkbeauftragte und Ortskinderfeuerwehrwarte neu in die Satzung aufgenommen. Auf ausdrücklichen Wunsch der Feuerwehr wurden ergänzend zur ursprünglichen Vorlage im Ausschuss auch noch zwei weitere Posten direkt integriert. So erhält der Gemeindekinderfeuerwehrwart künftig eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro, während die administrative Betreuung der Verwaltungssoftware FeuerON mit 30 Euro monatlich entschädigt wird.

Durch die Anpassung der Entschädigungssätze an das aktuelle Preisniveau entstehen dem Haushalt der Gemeinde jährliche Mehrkosten in Höhe von 4 100 Euro. Die jährlichen Gesamtkosten für die Entschädigungen belaufen sich damit künftig auf 12 960 Euro. Die überarbeitete Neufassung der Satzung soll ab dem kommenden Jahr offiziell in Kraft treten, um den Ehrenamtlichen für ihren unermüdlichen Dienst eine gerechtere Anerkennung zukommen zu lassen.

Foto: Führungskräfte bei der Feuerwehr erhalten jetzt eine höhere Aufwandsentschädigung – hier einige bei der Ernennung beim Gemeinderat im Frühjahr