Gelungene Premiere im Waldstadion
SG Leinebergland-Ith – HSC BW Tündern II 2:2 (0:2)
Marienhagen/Lauenstein (gök). Vor einer gut besuchten Kulisse im Waldstadion Marienhagen bestritt die neu gegründete Spielgemeinschaft SG Leinebergland-Ith ihr allererstes Saisontestspiel. Die aus dem FC Saale-Ith, dem Duinger SC und dem TSV Marienhagen fusionierte Mannschaft, die künftig in der 2. Kreisklasse Hildesheim-Holzminden auf Punktejagd gehen wird, präsentierte sich den heimischen Fans hochmotiviert und voller Vorfreude auf die kommende Spielzeit.
Als erster Gradmesser reiste die spielstarke Zweitvertretung des HSC BW Tündern aus der Kreisliga Hameln-Pyrmont an. Das neu formierte Trainergespann der Hausherren, Sahin Mamedov und Justin Röhnsch, schickte sein Team in einem kompakten 5-3-2-System auf den Platz. In der Anfangsviertelstunde ging der taktische Plan voll auf. Die Defensive stand diszipliniert, die Abwehrketten verschoben gut und die Kommunikation funktionierte reibungslos, sodass dem klassenhöheren Gegner kaum Räume geboten wurden. Gleichzeitig setzten die Gastgeber Nadelstiche im Umschaltspiel. Nach rund zwanzig Minuten hatte Jannik Kreis die Riesenchance zur Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch im Eins-gegen-eins am glänzend reagierenden Gästekeeper Jan Hartwig. Die verpasste Chance sollte sich rächen, als die Gäste aus Tündern vor der Pause ihre Klasse aufblitzen ließen. In der 34. Spielminute führte ein unglückliches Foul der Heimelf zu einem Freistoß in gefährlicher Position. Leon von der Heide trat an und zirkelte den Ball unhaltbar in den oberen linken Knick zur 0:1-Gästeführung. Nur neun Minuten später nutzte Tündern einen Ballverlust der SG im Spielaufbau eiskalt aus. Erneut war es von der Heide, der mit einem feinen Pass Imad Ali bediente, welcher in der 43. Minute mühelos zum 0:2-Pausenstand einschob.
Zur zweiten Halbzeit reagierte das Trainerteam der SG Leinebergland-Ith mit mehreren personellen und positionsbezogenen Wechseln – eine Maßnahme, die sofort Früchte tragen sollte. Die SG kam mit großem Elan aus der Kabine und erarbeitete sich zunehmend Spielanteile. In der 51. Minute nutzte David Weinberg einen Fehler im Aufbau der Gäste konsequent aus und erzielte den viel umjubelten 1:2-Anschlusstreffer. Das Tor wirkte wie ein Katalysator für das Selbstvertrauen der Heimelf, die nun mutig auf den Ausgleich drängte. Die Belohnung für den leidenschaftlichen Aufwand folgte in der 75. Minute. Nach einer sehenswerten Kombination über Pepe Vazquez gelangte der Ball zu Lasse Göke, der es im Nachschuss zum 2:2-Ausgleich vollendete. In der Schlussphase blieb die Partie intensiv, doch am Ende trennten sich beide Mannschaften mit einem leistungsgerechten Remis, das der SG viel Auftrieb für die kommenden Aufgaben geben dürfte.
Spielertrainer Sahin Mamedov zog nach dem Abpfiff ein rundum positives Fazit: „Für das heutige Spiel hatte sich die Mannschaft vorgenommen, defensiv kompakt sowie diszipliniert aufzutreten. In der zweiten Halbzeit haben wir uns nach den Anpassungen stabilisiert und das Team hat deutlich an Selbstvertrauen gewonnen“. Besonders zufrieden war Mamedov mit der Kommunikation auf dem Platz und der Umsetzung der taktischen Vorgaben.
Tore: 0:1 Leon von der Heid (34.), 0:2 Imad Ali (43.), 1:2 David Weinberg (51.), 2:2 Lasse Göke (75.)
Foto5962: Justin Röhnsch kann die Flanke nicht verhindern
Foto5974: Bei hohen Temperaturen gab es auch eine Trinkpause, wo SG-Trainer Sahin Mamedov neue Anweisungen gab
Foto5983+5986+5997: Im Spiel gab es viele intensive Zweikämpfe, wo sich die SG teuer verkaufte




