Frischer Wind für die Jugendarbeit

Andreas Honka neuer Jugendpfleger im Flecken Salzhemmendorf

Salzhemmendorf (gök). Die lange Vakanz hat seit Kurzem ein Ende. Seit dem 1. Mai 2026 ist die Stelle der Jugendpflege im Flecken Salzhemmendorf wieder besetzt. Im Rahmen der jüngsten Ausschussitzung für Sport und Soziales, die im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Salzhemmendorf stattfand, stellte sich der neue Jugendpfleger Andreas Honka offiziell auch der Politik vor und gab erste Einblicke in seine Pläne für die Jugendarbeit in der Gemeinde.

Der erfahrene Pädagoge, der selbst in Levedagsen wohnt und dort mit seiner Lebensgefährtin das Haus der Möglichkeiten betreibt, blickt auf eine vielseitige berufliche Laufbahn zurück. So hat er wertvolle Erfahrungen in der stationären Jugendhilfe gesammelt und war in den vergangenen Jahren als Erzieher im Waldkindergarten Coppenbrügge tätig. Seine neue Aufgabe im Flecken bezeichnete er als „spannende Tätigkeit“, die er mit viel Elan angehen wolle.

Ein zentraler Schwerpunkt seiner Arbeit wird die Wiederbelebung und Strukturierung des örtlichen Jugendtreffs in Salzhemmendorf unter der Schwimmhalle sein. „Wir strukturieren gerade die Abläufe und sammeln fleißig Ideen“, berichtete Honka im Ausschuss. Besonders wichtig sei ihm dabei die Partizipation. Die Jugendlichen sollen aktiv in die Gestaltung miteinbezogen werden. Zudem hat sich Honka vorgenommen, junge Menschen gezielt zur Ausbildung für die Jugendleiter-Card (Juleica) zu animieren, um sie für ehrenamtliches Engagement zu begeistern und die Möglichkeiten des Jugendtreffs so noch zu erweitern.

Auf die Frage des Ausschussmitglieds Anke Kracht-Appold (Grüne) nach den konkreten Schwerpunkten und Zielgruppen erklärte Honka, dass die Lokalität naturgemäß vor allem Schüler der KGS Salzhemmendorf ab zehn Jahren anziehe. Aktuell gebe es aber neben den Angeboten für Kinder ab der fünften Klasse auch bereits regelmäßige Angebote für Grundschulkinder. „Es gibt aber auch einen großen Bedarf für ältere Jugendliche, die sich derzeit oft im Bereich des Rewe-Marktes oder an der Bahnhofstraße aufhalten“, erklärte Honka in der Sitzung. Da Honka die Arbeit der Jugendpflege über eine halbe Stelle ausübt, werde der Jugendtreff zwar nicht jeden Tag öffnen können. Durch den gezielten Einstieg von engagierten Jugendlichen könnte das Angebot in Zukunft jedoch erweitert werden.

Auch die Vernetzung im Flecken läuft bereits auf Hochtouren. Wie Honka auf Nachfrage von Marcus Flügel (SPD) zum Teamgefüge erläuterte, stehe er bereits in engem Kontakt mit der Schulsozialarbeiterin der KGS. Geplant sei zudem, sich in der Ganztagsbetreuung vorzustellen und die Gespräche mit dem Lehrerkollegium der Gesamtschule intensiv auszuweiten. Martina Keese vom Seniorenrat sprach das Thema der Generationenbrücke an: Ob die bewährte Zusammenarbeit mit den Senioren aufrechterhalten bleibe? Honka zeigte sich hierfür sehr offen. Die ältere Generation solle definitiv weiter eingebunden werden, hierzu wolle man sich zeitnah zu Detailgesprächen zusammenfinden.

Die Vorstellung stieß im Ausschuss auf breite Zustimmung, warf jedoch auch grundlegende Fragen auf. Karl-Heinz Grießner (SPD) gab zu bedenken, ob eine halbe Stelle für die anstehenden Aufgaben überhaupt ausreiche: „Wir müssen mal darüber nachdenken, ob eine halbe Stelle ausreicht. Das muss neu beraten werden, denn es gibt noch mehr Ortsteile mit Bedarf an Jugendpflege.“ Michael Lang (CDU) zeigte sich sichtlich erleichtert darüber, dass die Jugendarbeit im Flecken nun wieder aktiv besetzt ist. Er regte an, den Ausschuss nach dem Ende der Einarbeitungszeit einzuladen, damit Honka sein bis dahin finalisiertes Konzept und die Arbeit vor Ort offiziell vorstellen kann.

Foto: Andreas Honka ist der neue Jugendpfleger im Flecken Salzhemmendorf