SG Leinebergland-Ith beweist Moral nach Rückstand
SG Leinebergland-Ith – SVG Einbeck 05 II 2:3 (0:1)
Föhrste/Leinebergland (gök). Anlässlich seines 80jährigen Vereinsjubiläums richtete der TSV Föhrste den diesjährigen Felix-Speer-Cup aus, in dessen Rahmen es im B-Cup zu einem unterhaltsamen Spiel zwischen der SG Leinebergland-Ith und der SVG Einbeck 05 II kam. Trotz eines Klassenunterschieds – die SG geht in der 2. Kreisklasse auf Punktejagd, während die Einbecker in die Kreisliga aufgestiegen sind – entwickelte sich eine intensive und bis zur letzten Minute spannende Begegnung. Am Ende verbuchten die favorisierten Bierstädter einen knappen 3:2-Erfolg für sich.
In der Anfangsphase wurde der Klassenunterschied durchaus spürbar. Der Kreisligist aus Einbeck übernahm sofort die Initiative und setzte die Leinebergländer unter Druck. Die ersten 15 Minuten agierte die SG extrem zurückhaltend und hatte Mühe, sich gegen das aggressive Anlaufen des Gegners zu erwehren. Doch nach gut zwanzig Minuten fand die Mamedov/Röhnsch-Elf besser in die Partie, stand defensiv stabiler und erarbeitete sich erste Spielanteile. Ein bitterer Abstimmungsfehler in der SG-Defensive leitete schließlich den Rückstand ein. Asat Altan schaltete in der 30. Minute schnell und schob mühelos zum 0:1-Pausenstand für Einbeck ein.
Der zweite Durchgang begann für die SG mit einer kalten Dusche. Etwas schläfrig aus der Kabine gekommen, bestrafte Einbeck einen Ballverlust der SG im Mittelfeld eiskalt. Über den linken Flügel kombinierten sich die Gäste nach vorne, wo Amar Kucevic aus einer stark abseitsverdächtigen Position zum 0:2 vollendete (52.). Nur vier Minuten später schien die Vorentscheidung gefallen. Erneut wurde die Leinebergland-Defensive überlaufen, dieses Mal über die rechte Außenbahn. Die präzise Flanke ins Zentrum verwertete abermals Kucevic zum 0:3 (56.). Wer nun mit einem Einbruch des Außenseiters gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Fast im Gegenzug bewiesen die Leinebergländer immense Moral. Ein langer Ball fand auf der linken Seite Spielertrainer Sahin Mamedov, der das Auge für den mitgelaufenen Jannik Kreis hatte. Dessen präzisen Pass in die Mitte verwandelte Kreis stark zum schnellen 1:3-Anschlusstreffer (57.). Mamedov und Justin Röhnsch reagierten kurz darauf taktisch, brachte frische Kräfte und stellte das System um, um im Angriff die Bälle besser kontrollieren zu können. Die Wechsel fruchteten und die SG dominierte die Schlussphase, in der es noch einmal eng wurde. In der 90. Minute zirkelte Mamedov eine Ecke so scharf vor das Tor, dass ein Einbecker Verteidiger den Ball per Kopf zum 2:3-Endstand ins eigene Netz verlängerte.
Trotz der knappen Niederlage zeigte sich Sahin Mamedov vom SG-Trainerteam nach dem Abpfiff keineswegs unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Die ersten 15 Minuten waren wir sehr zurückhaltend, der Gegner hat uns das Leben schon schwer gemacht. Nach dem 0:3 sind wir durch die Wechsel richtig stark zurückgekommen. Da haben wir gesehen, dass wir wirklich Fußball spielen können. Man darf nicht vergessen, das war eine Kreisligamannschaft. Wir haben uns gut verkauft, alles gut. Mund abwischen, Montag geht es weiter im Training.“






