Begeisterndes Fankonzert mit Botschaft

Gospelchor „Come Together“ feiert stimmungsvolles Heimspiel in Brüggen

Brüggen (gök). Ein mitreißendes musikalisches Erlebnis feierten rund 80 Besucher in der gut gefüllten Kirche in Brüggen. Der Gospelchor „Come Together“ hatte zu einem ganz besonderen Format unter dem Motto „Gospel und Grill“ geladen. Für die knapp 30 Sänger und Musiker war der Auftritt ein echtes Heimspiel, da das Ensemble ansonsten regelmäßig direkt gegenüber im Dorfgemeinschaftshaus probt. Entsprechend groß war die Freude, vor zahlreichen Freunden, Verwandten und treuen Wegbegleitern aufzutreten, die bei den hochsommerlichen Außentemperaturen zunächst die angenehme Kühle des Kirchenraums genossen. Doch mit den ersten Tönen kam ganz schnell eine emotionale und aufgeheizte Stimmung im besten Sinne auf.

Das Konzert wurde von Horst Urbanke mit herzlichen Worten eröffnet. Er blickte dankbar auf die vergangenen drei Jahre zurück, in denen das Dorfgemeinschaftshaus als feste Übungsstätte dient, und freute sich sichtlich über die grandiose Resonanz trotz der großen Hitze. Er lud das Publikum von der ersten Minute an ausdrücklich zum Mitsingen und Mitklatschen ein. Unter der bewährten Leitung von Magdalena Jorgas und der virtuosen Begleitung durch Daniel Heinrich am Piano entfaltete der Chor sogleich seine ganze Dynamik. Die Moderation des Nachmittags übernahm Doris Urbanke, die charmant durch das vielseitige Programm führte und aufgrund der extremen Temperaturen sogar kurze Trinkpausen für die Akteure einbaute, ganz so wie man es von der Fußballweltmeisterschaft kennt.

Der Einzug des Chores erfolgte passenderweise zu den kraftvollen Klängen von „I’m on my way“, einem Stück über Erlösung und Glauben, das das Publikum sofort in seinen Bann zog. Im Laufe des einstündigen Konzerts wechselten sich schwungvolle Lieder wie „It is I“ von Hans Christian Jochimsen oder „Open the eyes of my heart“ vom Oslo Gospel Chor mit tiefgründigen Werken wie „Just like he said he would“ ab. Das Ensemble glänzte dabei mit hervorragend eingepflegten Soli und präsentierte den Gästen stolz zwei komplett neue Stücke im Repertoire. Bei der Moderation wurde ein passendes Zitat von Edwin Hawkins aufgegriffen, der einst betonte, dass Gospel nicht bloß ein Sound oder Klang ist, sondern vor allem eine Botschaft. „Diese frohe Botschaft brachte der Chor authentisch und spürbar rüber“, bekannte eine der Zuhörerinnen im Gespräch.

Hinter dem neuen Konzept steckte die Idee, nach vielen Jahren der Treue ein kompaktes Event als Geschenk für die eigenen Fans zu gestalten. Statt eines Mammut-Konzerts stand das anschließende gemütliche Beisammensein bei familienfreundlichen Preisen am Grill im Vordergrund. Der Mut zu diesem Premierenformat wurde belohnt, denn das begeisterte Klatschen und die Forderung nach der Zugabe „The Privilege“ zeigten deutlich, wie gut die Kombination ankam. Bei der Zugabe zeigte auch Daniel Heinrich mit seinem Gesang nochmal sein Können und begeisterte auch die Zuhörer. Wer nun selbst Lust bekommen hat, diese Gemeinschaft zu unterstützen, ist jederzeit willkommen, denn der Chor freut sich immer über neue Stimmen und betont, dass auch Anfänger herzlich aufgenommen werden. Nach diesem vollen Erfolg ist eine Wiederholung des Formats in Zukunft mehr als wahrscheinlich.

„Rund zwei Drittel der Besucher blieben dann noch zum Grillen, was für uns ein voller Erfolg war. Erst nach rund anderthalb Stunden endete dann das Grillen in netter Runde. Es gab viele nette, freundliche Gespräche mit Komplimenten für den gesamten Chor, die Chorleitung und die Moderation. Ein Gast meinte, er hätte endlich mal verstanden, was Gospel vermitteln möchte. God- gut, spel- Erzählung. Wir erzählen Geschichten von der Liebe zu den Menschen“, so Doris Urbanke nach dem Event. Einen besonderen Dank richtete sie an die Familienmitglieder, ohne die so ein Event nicht möglich gewesen wäre.

Foto4644. Come Together spielten in Brüggen ein Heimkonzert

Foto4646: Die Kirche in Brüggen war gut gefüllt

Foto4701: Das Grillen war im Anschluss an das Konzert auch sehr gut besucht