Vom Mülltonnen-Verstärker zur DJ-Legende in (R)Ockensen
15 Jahre „DJ C“: Clemens Henneke feiert ein tief berührendes Firmenjubiläum mit unvergesslicher Partynacht.
Ockensen (gök). Wenn ein ganzes Dorf bebt, Scheinwerfer die alte Scheune in magisches Licht tauchen und aus allen Himmelsrichtungen Gäste strömen, dann feiert nicht irgendwer. DJ Clemens Henneke – in der Region schlicht als „DJ C“ bekannt – lud auf sein Firmengelände in Ockensen ein, um 15 Jahre offizielle Firmengeschichte gebührend zu feiern. Es wurde ein Fest voller Musik, Nostalgie, Freude, Sommerstimmung und ergreifender Dankbarkeit, das allen Anwesenden noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Schon am frühen Abend füllte sich das Hofgelände mit geladenen Gästen, Stammkunden und langjährigen Wegbegleitern, die DJ C auf seinem beeindruckenden Weg durch die letzten anderthalb Jahrzehnte begleitet haben. Die Stimmung war von der ersten Minute an familiär und gelöst. Den emotionalen Auftakt des offiziellen Teils übernahm sein Freund Nils Kunze, der mit humorvollen und warmen Worten die Moderation der Jubiläumsrede von DJ C anstimmte. Als Clemens Henneke schließlich selbst das Mikrofon ergriff – sichtlich nervös, weil große Reden eigentlich gar nicht sein Ding seien –, entführte er seine Zuhörer auf eine nostalgische Zeitreise. Die Geschichte von DJ C begann nämlich lange vor der offiziellen Firmengründung. Schon als 14- oder 15-Jähriger entdeckte Clemens beim Nachbarn im Sperrmüll einen alten HiFi-Verstärker. Während seine Mutter damals ungläubig schimpfte, dass man doch keinen funktionierenden Verstärker auf den Müll werfe, bewies Clemens das Gegenteil. Das Gerät funktionierte einwandfrei! Mit Schweiß und Improvisationsgeist bastelte er sich aus Müll und Spanngurten die ersten eigenen Lautsprecherboxen zusammen, tüftelte an eigenen Lichteffekten und sparte auf ein erstes Lichtelement für das örtliche DGH-Fest.
Was als jugendliche Bastelleidenschaft begann, ist über die Jahre im besten Sinne „eskaliert“. Vom vollgestopften Jugendzimmer, in dem die Lautsprecher bis an die Decke reichten, führt der Weg heute in eine topmoderne, neu ausgebaute Scheune. „Endlich muss ich nicht mehr mit dem Hoflader vor die eigene Haustür fahren, die halbe Straße blockieren und das schwere Equipment über die Rumpeltreppe schleppen“, erzählte Clemens unter dem Applaus der Gäste von seinem neuen Lager. Clemens Henneke nahm sich in seiner Rede auch selbst sympathisch auf die Schippe. Ob seine Ausflüge in Social Media, wo ihm Freundinnen wie Jonah und Emma unter die Arme greifen, seine per Word selbstgebastelte Einladung oder der Rückblick auf das Jahr 2017. Damals postete er spontan „Alles hat ein Ende“ auf Facebook – ein Post mit nur acht Likes und fünf Kommentaren, der ihm den scherzhaften Spitznamen „DJ Ich-höre-auf“ einbrachte.
Besonders berührend waren die leisen Töne seiner Ansprache. So berichtete Clemens von einem Kunden aus Düsseldorf, der ihm einmal sagte: „Weißt du eigentlich, dass du meinen Traum lebst?“ Ein Moment, der Clemens tief bewegte und ihm verdeutlichte, wie viel er mit Fleiß und Herzblut erreicht hat. Auch seine berüchtigten „Techno-Phasen“ bei Veranstaltungen, in denen er völlig in der Musik versinkt und mit Kopfhörern im Tunnel ist, gehören zu den Markenzeichen, die seine Fans an ihm so schätzen. Ein Fest dieser Größenordnung funktioniert nur mit starken Partnern und echter Freundschaft. Bewegt bedankte sich DJ C bei der gesamten Helfer-Crew, die beim Aufbau anpackte, beim Team vom Mietwerk 360 mit Cedric Kreis oder beim Tontechniker Michael. Einen besonderen Dank richtete er an das Team der Feuerwehr Fölziehausen für die leckere Verpflegung – wo DJ C beim jährlichen Sommerfest längst echten Kultstatus genießt. Aber auch die ganz persönlichen Stützen vergaß er nicht. Sein Freund Bernd etwa, der extra über 300 Kilometer für die Party angereist war, seine Mutter, die jahrelang das dröhnende Üben im Haus erduldet hatte, sowie seinem Freund Matthias, der ihm beim Kisten- und Equipmentschleppen treu zur Seite steht.
Für den musikalischen Schwung unter freiem Himmel sorgten anschließend die „Sportfreunde Helden“ mit ihrer charismatischen Sängerin Alexandra Thiele. Mit einem mitreißenden Set aus deutschen Party-Hits wie von Madsen, Sportfreunde Stiller, Mia, Kraftklub, Wir sind Helden oder Frida Gold und einigen 80er Hits rissen sie das Publikum schnell mit und verwandelten den Hof im Handumdrehen in eine ausgelassene Tanzfläche. Erst nach etlichen Zugaben und Medleys durften sie dann die Bühne verlassen. Der Abschluss auf der Bühne gehörte dann noch einmal DJ C, der das Lichtermeer der Zuschauer abschließend zu Adeles Klängen von „Set fire to the rain“ emotional genoss und zusammen mit vielen Zuschauern Gänsehaut bekam.
Nach dem emotionalen Open-Air-Teil verlagerte sich die Party in die aufwendig gestaltete Scheune – von Clemens liebevoll zum „Techno-Bunker“ erklärt. Dort wurde mit bester Laune, kühlen Getränken und mitreißendem Sound bis tief in die Nacht weitergefeiert. Am Ende der Nacht waren sich alle einig: Dieses Fest war im besten Sinne legendär – und verlangt schon bald nach einer Fortsetzung im feierfreudigen (R)Ockensen!













