Wahlausschüsse entscheiden über Wahlvorschläge
Wahlkampf in Salzhemmendorf und Coppenbrügge nimmt Fahrt auf
Coppenbrügge/Salzhemmendorf (gök). Die entscheidenden Weichen für die anstehende Kommunalwahl sind gestellt. Die Wahlausschüsse in den Flecken Salzhemmendorf und Coppenbrügge haben die offiziellen Wahlvorschläge beschlossen. Während in Coppenbrügge der Bürgermeister nicht neu gewählt wird – Amtsinhaber Thomas Küllig wurde erst im Jahr 2024 im Amt bestätigt –, steht den Bürgern in Salzhemmendorf ein spannendes Duell an der Gemeindespitze bevor. Dort tritt Amtsinhaber Clemens Pommerening gegen den 32jährigen Herausforderer Marius Fröschke an, der von der SPD unterstützt wird. Der gebürtige Lauensteiner arbeitet derzeit als Finanzverwaltungsfachwirt in Hannover. Beide Bewerber befinden sich bereits mitten im Wahlkampf, wurden doch Wahlplakate auch schon aufgehängt.
Neben der Bürgermeisterwahl haben die Ausschüsse auch die Parteilisten für die Gemeinderäte freigegeben. In Salzhemmendorf treten auf der Liste der SPD Karl-Heinz Grießner, Frauke Roth-Paul, Gerrit Schäfer, Petra Haehnel, Manfred Roth, Tim Tietz, Uwe Kaller, Christian Stetter, Thomas Hölscher, Aileen Schäfer, Gunnar Wiegand, Martina Wieciorek, Klaus Sohns, Thomas Hundeshagen, Petra Krause-Wloch, Michael Papenfuß, Marno Richter, Michael Stichnothe und Klaus Klages an. Für die CDU kandidieren Michael Lang, Matthias Haag, Heiko Wöhler, Alexander Heinrich, Moritz Ehle, Christoph Andreas, Sarah Haag und Denis Beismann. Auf der Liste von Bündnis 90/Die Grünen finden sich Britta Kellermann, Karsten Appold, Anke Kracht-Appold, Werner Anders, Sabine Opiela, Dr. Wilhelm Koops, Lennard Schlüter und Jens Kaiser. Die FDP schickt Markus Burgdorf und Friedrich-Wilhelm Knust ins Rennen, während die Aktiven Bürger mit Susanne Bode, Torsten Köhler, Marc Bruns und Thomas Wehrhahn vertreten sind. Für den Ortsrat Hemmendorf wurden zudem die „Bürger für Hemmendorf“ zugelassen, deren Liste acht Personen umfasst. Die eigentliche Hemmendorfer Kandidatin Susanne Bode tritt gleichzeitig für die Aktiven Bürger bei der Gemeinderatswahl an. Eine AfD-Liste wurde in Salzhemmendorf nicht eingereicht.
In Coppenbrügge schickt die SPD Barbara Fahncke, Benjamin Jeske, Monika Schmalkuche, Georg Willmes, Silke Hölscher, Frank Wietstock, Anna-Lisa Schnüll, Thomas Kurbgeweit, Anke Hensing, Elmar Windeler und Hussein Ibrahim für den Gemeinderat ins Rennen. Die CDU-Liste setzt sich aus Günter Müller, Thomas Schmitter, Robert Voß, Christoph Schaper, Wilhelm Meyer, Sebastian Bokelmann, Jasper Stiller, Jan Philipp Janssen, Patrick Mund, Vincent Behrens, Ines Schyrocki-Becker, David Krüger und Annika Bartling zusammen. Für Bündnis 90/Die Grünen gehen Annette Friedrichs, Thomas Amelung und Stephan Kahlisch an den Start. Im Bereich Coppenbrügge kandidiert mit John Fried aus Bisperode ein Einzelvertreter für die AfD, während die FDP in der Gemeinde keine Bewerber stellt.
Eine Besonderheit prägt das politische Geschehen in Salzhemmendorf. Gleich vier Einzelbewerber kandidieren hier für ein Mandat im Gemeinderat. Diese parteilosen Kandidaturen zeichnen sich durch ein breites Spektrum an persönlichen und beruflichen Hintergründen aus, die sich aber alle in keiner Partei politisch wiederfinden.
Ilona Reger kandidiert sowohl für den Gemeinderat als auch für den Ortsrat Wallensen. Sie lebt seit 2013 in Wallensen, engagiert sich ehrenamtlich beim Verein Dorfkultour, in der evangelischen Kirche und beim Bürgerbus. Reger, die seit 2021 als Parteilose in der SPD-Fraktion des Ortsrats saß, strebt nun eine eigenständige Kandidatur an, da sie sich in keiner Partei vollständig wiederfindet, den Bürgern ohne Parteibindung jedoch eine Stimme geben möchte. Inhaltlich liegen ihr die Fortschreibung des Dorfentwicklungsprogramms für die WOLT-Region (Wallensen, Ockensen, Levedagsen, Thüste) sowie eine kritische Haushaltsbegleitung angesichts der Gemeindeschulden am Herzen. Zudem fordert die gelernte Goldschmiedin und spätere Teamassistentin ein konsequentes Vorgehen von Rat und Verwaltung gegen Leerstand, Vermüllung und illegale Nutzung von Gebäuden.
Der 54jährige Diplom-Ingenieur Andreas Hartnack wirbt in Osterwald um ein Mandat für Gemeinderat und Ortsrat. Hartnack, der beruflich als Baurevisor tätig ist, kam über Berichte für die Dorfzeitung zur Kommunalpolitik und setzte sich erfolgreich für die Anpassung der Gemeindegrenzen ein. Aufgrund seiner beruflichen Expertise setzt er Schwerpunkte auf sachbezogene Entscheidungen bei Großprojekten, fundierte Kostenermittlungen, Mängelbehebungen im ÖPNV, Mobilität, Umwelt- und Naturschutz sowie die Verhinderung der geplanten Schadstoffdeponie im Ith. Politisch plädiert er für ein Ende des Parteiengeplänkels und für mehr Bürgerbeteiligung durch wechselnde Mehrheiten.
In Oldendorf kandidiert Angelika Bode-Schacht für den Gemeinderat und den Ortsrat Oldendorf/Ahrenfeld. Sie lebt seit 1994 in Ahrenfeld, gründete den dortigen Heimatverein mit und initiierte den Ahrenfelder Kunsthandwerkermarkt, der nun schon seit über 15 Jahren auch das Dorfgemeinschaftshaus mit finanziert. Nachdem sie von 2006 an lange Jahre für die SPD im Ortsrat saß, vollzog sie aus Unzufriedenheit mit der Umwelt- und Klimapolitik ihrer ehemaligen Partei den Austritt. Als Einzelbewerberin möchte sie sich nun parteiunabhängig für die Belange der Dörfer an der B1 sowie des gesamten Fleckens starkmachen.
Der 42jährige Verwaltungswirt Falko Jaretzky tritt in Lauenstein ausschließlich für den Gemeinderat an. Er entstammt einer seit knapp 150 Jahren in Lauenstein ansässigen Familie und engagiert sich seit Jahren für Verbesserungen im Oberort rund um die Grundschule. Motiviert durch eine empfundene politische Lethargie möchte er mit Fachwissen frischen Wind in das Gremium bringen. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Ordnungsrecht, um bestehende Vorschriften konsequent umzusetzen und Salzhemmendorf als lebenswerten Ort zu erhalten.
Foto6645: Die Wahlplakate im Flecken Salzhemmendorf hängen
Foto Reger: Ilona Reger tritt dieses Jahr als Einzelkandidatin in Wallensen an
Foto Jaretzky: Falko Jaretzky tritt dieses Jahr als Einzelkandidat in Lauenstein an



