SG Leinebergland/Ith feiert klaren Pokalerfolg in Delligsen

Delligser SC – SG Leinebergland-Ith 0:5 (0:1)

Delligsen/Thüste (gök). Es war ein im Ergebnis deutlicher, aus Sicht des Favoriten jedoch keineswegs vollends zufriedenstellender Pflichtspielauftakt. Die SG Leinebergland-Ith hat sich im Pokalspiel beim Delligser SC standesgemäß mit 5:0 (1:0) durchgesetzt. Vor einer stattlichen Kulisse von über 100 Zuschauern entschied die Spielgemeinschaft das Nachbarschaftsduell klar für sich, ließ dabei jedoch reichlich Hochkaräter ungenutzt und offenbarte noch spielerischen Feinschliffbedarf.

In der ersten Halbzeit präsentierte sich die Heimelf aus Delligsen zunächst als disziplinierter und engagierter Gegner. Die Taktik der Gäste, mit langen Pässen schnell Raum zu überbrücken, verteidigte der Delligser SC aufmerksam. Gefährlich wurde die SG in der Anfangsphase nur dann, wenn der Ball flach und präzise durch die eigenen Reihen kombiniert wurde. So entsprang auch die Führung in der 28. Spielminute einer sehenswerten Kombination. Nach einer traumhaften Vorarbeit von Marek Kuhnt behielt Jannik Kreis im Strafraum die Nerven und schoss zur verdienten 1:0-Pausenführung für die Gäste ein.

Direkt nach dem Seitenwechsel legten die Gäste nach – begünstigt durch ein Missgeschick des gegnerischen Schlussmanns. In der 47. Minute wurde Rene Olthoff kurz vor dem Strafraum gefoult. Den anschließenden Freistoß trat Marek Kuhnt direkt aufs Gehäuse, doch der Keeper des Delligser SC konnte den Ball nicht festhalten und ließ das Leder unglücklich durch die Hände zum 0:2 ins Netz gleiten. Nur sechs Minuten später ergab sich für die Hausherren die einzig nennenswerte Torchance des gesamten Spiels. Nach einem Fehler der SG im Aufbauspiel kam Leon Brodam aus 16 Metern frei zum Abschluss, setzte den Ball jedoch knapp am Gehäuse vorbei.

In der Folge dominierte die im 4-1-4-1-System agierende SG Leinebergland-Ith die Partie nach Belieben und erarbeitete sich viele Chancen, sodass der Sieg bei konsequenterer Verwertung auch problemlos zweistellig hätte ausfallen können. In der 70. Minute belohnte Jan Hitzer den Aufwand und verwandelte einen präzisen Pass ins rechte Eck zum 0:3. Nur zwei Minuten später schraubte Max Stichweh das Ergebnis nach Vorlage von Mikka Glenewinkel-Meyer auf 0:4 (72.). Den Schlusspunkt einer einseitigen Schlussphase setzte Attila Gül in der 87. Minute, als er nach einer scharf getretenen Ecke von Maxi Stichweh im Getümmel am schnellsten schaltete und den Ball zum 0:5-Endstand über die Linie drückte.

Trotz des am Ende ungefährdeten Kantersiegs und des Einzugs in die nächste Pokalrunde fand SG-Spielertrainer Justin Röhnsch nach dem Abpfiff deutliche Worte der Kritik. „Das war zwar ein Pflichtsieg und fühle sich wie ein klarer Erfolg an, aber für uns ist das schlicht zu wenig gewesen. Wir haben nicht mit Vollgas gespielt und vorne viel zu viele Gelegenheiten fahrlässig vergeben“, so Röhnsch angefressen. Besondere Mängel sah Röhnsch im Durchsetzungsvermögen über die Außenbahnen sowie beim Abschluss im letzten Drittel. Wenn die Bälle nicht konsequent auf den zweiten Pfosten oder den Elfmeterpunkt gelegt werden, sondern stattdessen der Torwart aus kurzem Winkel angeschossen wird, verschenke man leichtfertig vier bis fünf weitere Treffer. Er forderte von seinen Spielern, den Auftritt selbstkritisch zu hinterfragen und in den Trainingseinheiten in der Folgewoche mit 110 Prozent Einsatz an diesen Defiziten zu arbeiten.