Erfolgreicher Start in WOLT-Region

Millionen-Förderung bringt Aufwind für die Dörfer

Salzhemmendorf (gök). Die Dorfentwicklung in der Wallensen, Ockensen, Levedagsen und Thüste umfassenden WOLT-Region hat mächtig Fahrt aufgenommen. Ob öffentliche Plätze, historische Mauern oder private Sanierungsprojekte – die ersten Meilensteine sind gesetzt. Im Rathaus Salzhemmendorf ist die Freude ob des Erfolgs bisher auch groß. Bislang haben alle beantragten Maßnahmen im öffentlichen und privaten Bereich eine Zusage erhalten. Unter anderem liegen bereits die Bewilligungen für fünf private Bauprojekte vor. Als sichtbares Zeichen für den Erfolg erhalten die geförderten Gebäude künftig dann auch ein Schild an der Fassade, wodurch die Förderung auch für Außenstehende sichtbar wird.

Auch im öffentlichen Raum sind die ersten sichtbaren Veränderungen geschafft. So wurden neue Kommunikationsinseln zwischen Wallensen und Ockensen geschaffen und mit entsprechenden Aufklebern versehen. In Wallensen und Thüste sorgen frisch installierte Sonnensegel für schattige Verweilplätze, während in Thüste die Sanierung der Ufermauern an der Thüster Beeke als wichtige Dorfentwicklungsmaßnahme erfolgreich in der Planung angelaufen ist. Begleitet wird der gesamte Prozess von Diplomingenieur Hans-Georg Koesling, der sich mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden zeigt. Laut Wallensens Ortsbürgermeister Karl-Heinz Grießner (SPD) werden mit dem barrierefreien Zugang zur Ockenser Kapelle und der Sanierung der Saalemauer in Wallensen zwei weitere erwartete Großprojekte demnächst konkret. Beide Maßnahmen sind bereits in der Ausschreibung und sollen bis zum Stichtag am 30. Juni 2027 vollständig umgesetzt sein.

Und das ist erst der Anfang. Die Planungen für das kommende Jahr laufen auf Hochtouren, müssen allerdings noch politisch in den Gremien beraten werden. Im Fokus steht dabei unter anderem Levedagsen. Rund um das alte Feuerwehrhaus an der „Strulle“ wurde die fertige Planung bereits eng mit den Bürgern abgestimmt. Vorgesehen sind dort ein offener Bachlauf, eine Pergola mit Unterstand sowie eine neue Begrünung mit einladenden Sitzmöglichkeiten. Auch die angrenzende Straße wird in diesem Zuge optisch aufgehübscht. In Thüste wird derzeit die Ertüchtigung des Gänsebrunnens inklusive der Nebenanlagen planerisch vorbereitet. Auch in Wallensen tut sich einiges. Das Gelände am Mühlenwall mit dem ehemaligen Ratskeller-Grundstück soll umfassend überarbeitet werden – hier hängt die Detailplanung noch davon ab, ob dort ein Dorfladen hinkommt oder nicht. Zudem stehen die Umgestaltung des Ahornwegs sowie Maßnahmen in der Marienwalder Straße auf der Agenda. In Ockensen ist im Anschluss mittelfristig die Sanierung der Bergstraße inklusive eines modernen Hochwasserschutzes geplant.

Die Verantwortlichen drücken aus einfachem Grund trotz der Erfolge aufs Tempo. Aktuell profitiert die Region von einer außergewöhnlich hohen Förderquote von bis zu 90 Prozent. „Wir wollen uns beeilen, denn keiner weiß, wie lange es diese 90-Prozent-Förderung noch gibt“, so Grießner. Klar ist aber für Grießner und das Verwaltungsteam aber auch, dass die zeitliche Umsetzung absolut „sportlich“ ist. Neben dem Zeitdruck fordert das Mammutprojekt auch der Verwaltung alles ab. Die Maßnahmen müssen von der Manpower im Rathaus intensiv begleitet werden – und dort sind die Fachkräfte ohnehin schon sehr gut ausgelastet.

Für private Hausbesitzer lohnt sich der Einstieg jetzt ganz besonders. Anträge für private Sanierungsmaßnahmen sind weiterhin über mehrere Jahre möglich, wobei der Stichtag jeweils der 30. September eines Jahres ist. Zudem ist der Fördertopf für kleinere Kleinstvorhaben derzeit noch zur Hälfte gefüllt. Um den Bürgern die Antragstellung so einfach wie möglich zu machen, bietet das Planungsbüro im August vier gezielte Beratungstermine in den betroffenen Orten an, die sich speziell an private Interessierte richten. Den Anfang gibt es am Freitag, den 14. August um 17 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Ockensen. Dann folgt am Dienstag, der 18. August um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Levedagsen, am Donnerstag, der 20. August im Haus an der Stadtmauer in Wallensen und abschließend am Freitag, den 28. August um 18 Uhr im Feuerwehrgerätehaus Thüste.

Foto: Rund um die Kapelle Ockensen soll später noch ein barrierefreier Zugang gebaut werden