Starke Aufholjagd in Everode
TSG Everode – SG Leinebergland-Ith 3:5 (3:2)
Everode/Thüste (gök). Rund 100 Zuschauer erlebten im Everoder Waldstadion ein packendes und torreiches Ligaspiel zwischen der heimischen TSG Everode und der SG Leinebergland-Ith. Die Begegnung begann ausgeglichen, da sich beide Mannschaften zunächst nichts schenkten. Während der SG im Sturm noch die Genauigkeit beim letzten Anspiel fehlte und somit wenig Gefahr für das TSG-Tor ausging, erarbeitete sich Everode aufgrund ihrer Zweikampfstärke Vorteile. Everodes Kapitän Collin Brede dirigierte die Abwehr bärenstark und war in brenzligen Situationen stets zur Stelle.
Die Gastgeber nutzten die anfänglichen Abstimmungsprobleme der Gäste eiskalt aus. In der 13. Minute profitierte Everode von einem Defensivfehler der SG bei einem Diagonalball auf die linke Seite, den Robbin Sommer mühelos zum 1:0 einschob. Nur sieben Minuten später schaltete Sommer nach einer Ecke im Nachschuss am schnellsten und erhöhte auf 2:0. Als Giulano Romauro in der 33. Minute nach einer Kopfballverlängerung dem SG-Keeper Marco Gerecke mit einem präzisen Schuss ins lange Eck keine Chance ließ und auf 3:0 stellte, schien die Partie frühzeitig entschieden.
Doch die SG Leinebergland-Ith gab sich nicht auf und sortierte sich neu. Nach der verletzungsbedingten Auswechslung von TSG-Kapitän Collin Brede, der ohne Fremdeinwirkung vom Platz musste, nutzten die Gäste den Schockmoment der Hausherren prompt aus. In der 44. Minute rutschte TSG-Schlussmann Niklas Kornacker eine Kopfballrückgabe aus den Händen, woraufhin Justin Röhnsch clever dazwischenging und auf 3:1 verkürzte. Nur wenige Sekunden später, noch in der 45. Minute, fand eine Flanke von Maxi Stichweh den Kopf von Kai Henrich, der zum 3:2-Pausenstand einköpfte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die SG am Drücker. Selbst der verletzungsbedingte Ausfall von SG-Spieler Jannik Kreis – ein bitterer Wermutstropfen für die Gäste – stoppte den Schwung nicht. In der 68. Minute belohnte Kai Henrich sein Team nach einer geklärten Flanke mit einem genauen Schuss aus 18 Metern zum 3:3-Ausgleich. Die Wende war schließlich in der 74. Minute perfekt, als erneut Henrich nach einer weiteren Flanke per Kopf zur 3:4-Führung traf und damit seinen Dreierpack schnürte. Den Schlusspunkt unter eine mitreißende Partie setzte die SG in der 80. Minute. Nach einem langen Ball hob SG-Stürmer David Weinberg das Spielgerät über den letzten Verteidiger auf Justin Röhnsch, der den herauseilenden TSG-Keeper Kornacker aus 20 Metern zum 3:5-Endstand überlupfte und so auch einen Doppelpack erzielte.
Spielertrainer Sahin Mamedov zeigte sich nach dem dramatischen Auswärtssieg begeistert von der Moral seiner Elf: „Wir lagen durch eigene Fehler ganz schnell 3:0 hinten. Aber was ich voller Stolz sagen kann: Meine Mannschaft hat 90 Minuten lang wirklich nicht aufgegeben. Da muss ich den Spielern Respekt zollen. Wir haben bis zur letzten Minute Vollgas gegeben und verdient 5:3 gewonnen. Mit den Siegen aus den letzten zwei Spielen treten wir am Donnerstag im Pokalspiel gegen Freden in Marienhagen mit breiter Brust an.“

























