SG Leinebergland-Ith verlangt Favorit Freden im Pokal alles ab

SG Leinebergland-Ith – SV Freden 3:5 (1:1)

Marienhagen (gök). Ein packendes Pokalspiel bekamen die rund 100 Zuschauer im Waldstadion Marienhagen geboten. Der Außenseiter SG Leinebergland-Ith aus der 2. Kreisklasse empfing den favorisierten Kreisligisten SV Freden im Kreispokal. Trotz eines Klassenunterschieds von zwei Ligen entwickelte sich ein offener und intensiver Schlagabtausch, in dem sich die Hausherren teuer verkauften, am Ende aber trotz eines starken Auftritts mit 3:5 geschlagen geben mussten.

Zu Beginn der Partie tasteten sich beide Mannschaften zunächst ab. Der SV Freden erarbeitete sich zwar schrittweise das erste optische Übergewicht, doch die SG Leinebergland-Ith stand in der Defensive äußerst sicher und setzte immer wieder Nadelstiche nach vorne. In der 13. Minute musste SG-Keeper Marco Gerecke erstmals ernsthaft eingreifen, als er einen tückischen 25-Meter-Schuss noch spektakulär an die Latte lenkte und die Situation anschließend souverän klärte. Zwei Minuten später war aber auch er machtlos. Fredens Spielmacher Maurice Wittek zog in der 15. Minute aus rund 18 Metern ab und traf präzise ins linke untere Eck zur 0:1-Führung für den Favoriten.

Die Gastgeber zeigten sich jedoch keineswegs geschockt. Ein Distanzschuss von Marek Kuhnt in der 21. Minute läutete die stärkste Phase der SG vor der Pause ein. Nur drei Minuten später flog ein sehenswerter Freistoß von Kuhnt in Richtung Torwinkel, den Fredens Schlussmann Raphael Siedenburg nur mit einer Glanzparade entschärfen konnte. In der 33. Minute verpasste Oliver Heuer nach einer Standardsituation knapp den Ausgleich. Auf der Gegenseite hatte die SG in der 38. Minute aber auch Glück bei einem Pfostentreffer der Gäste. Der verdiente Lohn für den mutigen Auftritt folgte schließlich in der 40. Minute. Nach einem langen Ball von Kai Henrich setzte sich Justin Röhnsch auf dem rechten Flügel durch und vollendete ins lange Eck zum umjubelten 1:1-Pausenstand.

Der zweite Durchgang begann für die Hausherren wie im Traum. In der 52. Minute bediente Sahin Mamedov mit einem feinen Pass in die Spitze erneut Justin Röhnsch. Dieser blieb im Eins-gegen-Eins vor dem Torwart eiskalt und schob zur 2:1-Führung für den Underdog ein. Die Überraschung lag in der Luft, doch der Kreisligist schlug postwendend zurück. Samuel Muhsal köpfte in der 59. Minute nach einer Flanke zum 2:2-Ausgleich ein. Die Entscheidung zu Gunsten des Favoriten fiel anschließend durch zwei Standardsituationen. Daniel Schneider zirkelte in der 65. Minute einen Freistoß rechts oben in den Knick zur 2:3-Führung, ehe Maurice Wittek nur zwei Minuten später mit einem abgefälschten Freistoß auf 2:4 erhöhte. Ein Fehlpass im Spielaufbau der SG ermöglichte Samuel Muhsal in der 88. Minute das 2:5, ehe die Gastgeber in der 90. Minute noch einmal Ergebniskosmetik betrieben. Nach einem Traumpass von Mamedov lief Röhnsch auf und davon und verkürzte mit seinem dritten Treffer des Tages auf den 3:5-Endstand.

„Wer Favorit heute war, ist wohl klar. Wir haben uns teuer gegen Freden verkauft – dass wir zwei Klassen niedriger spielen, war im Spiel nicht immer zu sehen. Wir sind nach dem 0:1 wieder gut zurückgekommen, haben gekämpft, zwischenzeitlich geführt und ein richtig geiles Spiel gemacht. Am Ende hat Freden aber verdient gewonnen, auch wenn das Ergebnis ein bisschen zu hoch ausgefallen ist. Für uns geht es am Sonntag in der Liga gegen Betheln weiter. Nach dem Pokalaus können wir uns zumindest voll auf den Ligabetrieb konzentrieren“, so die Spielertrainer Mamedov und Röhnsch nach dem Spiel.