Ein Dorf im Ausnahmezustand
Völkerball begeistert bei spektakulärer Neuauflage in Thüste
Thüste (gök). Das veranstaltungsreiche Event-Wochenende des Kulturfördervereins am Ith erreichte mit der zweiten Auflage des Völkerball-Open-Airs seinen absoluten Höhepunkt. Bereits am Vortag hatte der Auftritt von Schauspieler Ralf Richter und die Vorführung des Kultfilms „Bang Boom Bang“ für beste Unterhaltung gesorgt, bevor am zweiten Tag die gefeierte Rammstein-Tribute-Band die Bühne übernahm. Das Sportgelände in Thüste verwandelte sich erneut in eine gewaltige Festival-Arena. Trotz der enormen Kulisse herrschte unter den Besuchern eine rundum friedliche und ausgelassene Stimmung. Musikalisch und visuell hatte es der Abend jedoch in sich. Die Pyrotechniker fackelten nicht lange und ließen das Konzert direkt mit dem Kracher „Feuer frei“ sowie einem lautstarken Böllerschuss starten, der so manchen Zuschauer im ersten Moment mächtig erschreckte. Im Anschluss feuerte Völkerball die größten Hits von Rammstein ab und traf damit punktgenau den Nerv des feiernden Publikums.
Mit 1500 Zuschauern war das Open Air wie schon bei der Premiere restlos ausverkauft. Für den beschaulichen Ort bedeutete dieser Ansturm eine schiere Verdreifachung seiner gewöhnlichen Einwohnerzahl. Dabei reichte das Einzugsgebiet der Rockbegeisterten weit über die Gemeindegrenzen hinaus. Fans aus ganz West- und Südniedersachsen sowie der gesamten Region strömten nach Thüste. Die Begeisterung unter den Gästen war riesig. So berichtete etwa Anna Meier, die eigens für das Spektakel aus der Landeshauptstadt angereist war: „Wahnsinn, was die Leute hier auf die Beine stellen. So etwas auf einem Dorf zu erleben, ist unglaublich. Freunde haben mir von dem tollen Erlebnis vor zwei Jahren erzählt und das habe ich jetzt selber erlebt. Richtig toll.“
Hinter dem reibungslosen Gelingen dieses Großereignisses steckte allerdings ein immenser organisatorischer Aufwand. Große Teile des Vorstands sowie weitere engagierte Mitglieder des Kulturfördervereins am Ith hatten sich eigens mehrere Tage freigenommen, um den Aufbau, die Logistik und die Vorbereitung auf dem Gelände mit vielen engagierten Helfern eigenhändig zu stemmen. Dass sich der Verein seit dem ersten Konzert spürbar weiterentwickelt und die Abläufe nochmals optimiert hat, zeigte sich vor allem in der Gastronomie. Bei der ersten Auflage erfolgte der Getränkeverkauf noch über zwei Bierwagen, was bei dem enormen Andrang teilweise zu längeren Wartezeiten geführt hatte. Diesmal lernte das Orga-Team sichtbar dazu und baute eine lange Thekenfront auf. Dank der optimierten Logistik gab es für die durstigen Fans kaum noch Wartezeiten. Die Zapfhähne liefen in Reihe ununterbrochen durch, ohne gestoppt zu werden. „Soviel Bier habe ich wirklich noch nie gezapft, das ist schon irre“, bekannte Andreas Langer an der Zapfanlage stellvertretend für die vielen unermüdlichen Helfer vor Ort.
Der überwältigende Erfolg dieser Großveranstaltung war jedoch nicht allein das Werk des Kulturfördervereins, sondern das Ergebnis eines vorbildlichen Zusammenspiels verschiedener Vereine der Region. Eine großartige und unverzichtbare Unterstützung leisteten etwa auch die Freiwillige Feuerwehr, der Musikzug, der Sportverein WTW sowie der Freibadverein Marienhagen, dessen Helfer unter anderem den arbeitsintensiven Dienst am Grill übernahmen. Erst dieses starke gemeinschaftliche Ehrenamt machte es möglich, ein Event dieser Größenordnung auf die Beine zu stellen.
Obwohl die Organisation alle Beteiligten an die Leistungsgrenzen brachte, fiel das Fazit der Verantwortlichen durchweg positiv aus. „Das ist zwar alles super anstrengend, aber wenn wir hier die zufriedenen Gesichter und Rückmeldungen bekommen, war das die Anstrengung wert. Ich denke, in zwei Jahren gibt es dann die dritte Auflage“, ließ sich Carsten Gülke vom Vorstand des Kulturfördervereins am Ith schon am Abend eine optimistische Prognose entlocken. Für die vielen Fans in der Region steht damit fest: Das nächste Kapitel dieser Erfolgsgeschichte dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Foto9247: Das Cocktailteam versprühte nicht nur am Anfang gute Laune
Foto9249: Die Ruhe vor dem Sturm beim Thekenteam
Foto9250: Die ersten Gäste kommen auf das Thüster Konzertgelände
Foto9252+9260: Schnell füllte sich der Sportplatz
Foto9270+9272: Das Publikum ging sofort bei den Songs mit
Foto9296+9311+9337+9351+9414+9530+9689: Mit Pyro-Effekten wurde nicht gespart
Foto9361+9381+9580: Die Band um Frontmann Rene Anlauff sorgte wieder für eine stilechte Rammstein-Show, die begeisterte
Foto9390: Auch Konfetti durfte in Thüste natürlich nicht fehlen
Foto9431: Auch Kostümwechsel waren einige zu sehen
Foto9457: Zahlreiche Zuschauer sorgten in Thüste für Stimmung
Foto9496: Keyboarder Andreas Schanowski unternahm mit Hilfe der Zuschauer eine Fahrt mit dem Schlauchboot
Foto9573: Immer wieder sorgte das Bühnenbild für Begeisterung
Foto9590+9603: Frontmann Rene Anlauff sorgte bei den Zuschauern für eine Dusche der anderen Art mit Schaum
Foto9646: Unzählige Bierfässer wurden geleert
Foto9649: Die ehrenamtlichen Helfer vom Thekenteam hatten alle Hände voll zu tun
Foto9656: Die Bühnenshow sucht in der Region wohl ihresgleichen
Foto9705: Auch bei den Helfern herrschte gute Laune
Foto9746: Höhepunkt der Völkerball-Show war sicherlich der „Engel“-Auftritt, als Frontmann Rene Anlauff in die luftige Höhe gezogen wurde




























