Arbeiten in Bisperode gestartet

Dreigeschossiger Anbau für die Grundschule nimmt Fahrt auf

Bisperode (gök). An der Grundschule Bisperode haben die Arbeiten für eines der derzeit größten Bauprojekte im Flecken Coppenbrügge begonnen. Mit einer eingeplanten Investition von rund drei Millionen Euro startet die Gemeinde den Erweiterungsbau der Verlässlichen Grundschule. Das Großprojekt ist eine Reaktion auf den steigenden Raumbedarf sowie den gesetzlichen Anspruch auf eine ganztägige Betreuung. Nachdem die Vorbereitungen auf dem Gelände abgeschlossen sind, wird die Maßnahme nun auch für Außenstehende deutlich sichtbar.

Die ersten sichtbaren Schritte auf dem Areal sind bereits vollzogen. Das Baufeld wurde gründlich geräumt, ein großer Baukran aufgestellt und entsprechende Absperrungen eingerichtet. Um den Schulbetrieb und die Sicherheit der Kinder während der Bauphase nicht zu gefährden, wurde eine eigene Baustraße im Bereich hinter dem Sportplatz angelegt. Dadurch wird der gesamte Baustellenverkehr vom Schulgelände ferngehalten, sodass der Schulhof für die Schüler während der gesamten Bauzeit ohne Einschränkungen nutzbar bleibt. Der geplante Anbau umfasst drei Vollgeschosse und löst gleich mehrere funktionale Engpässe des Bestandsgebäudes. Im Untergeschoss entsteht eine moderne Mensa inklusive Küche und Speisenausgabe, um eine adäquate Mittagsversorgung im Alltagsbetrieb zu gewährleisten. Darüber hinaus schafft der Neubau barrierefreie Zugänge über einen integrierten Aufzug, differenzierte Arbeits- und Sozialräume für das Lehrerkollegium sowie spezielle Förderräume für inklusiven Unterricht. Auch die Probleme beim Brandschutz, durch die im Altbau Räumlichkeiten für den Unterricht weggefallen waren, werden durch den Anbau kompensiert.

Derzeit werden an der Grundschule Bisperode sechs Klassen unterrichtet. Während der zweite und dritte Jahrgang aktuell zweizügig geführt werden, sind der erste und vierte Jahrgang einzügig. Durch den Erweiterungsbau erhält die Schule die nötige Flexibilität zurück, um auch künftig bei schwankenden Schülerzahlen verlässlich zweizügig arbeiten zu können. Sobald der Baukörper steht und der Innenausbau abgeschlossen ist, schließt sich als nächster großer Schritt die Neugestaltung des derzeit teils sanierungsbedürftigen Schulhofes an. „Wir rechnen für den Anbau mit einer Fertigstellung Anfang 2028, wenn nichts groß dazwischenkommt. Dabei haben wir auch witterungsbedingte Verzögerungen in die Planung mit einbezogen“, erklärt Frederik Schaper vom Bauamt Coppenbrügge im Gespräch.

Die Ausmaße der Baustelle stellen auch das unmittelbare Umfeld vor organisatorische Herausforderungen. Insbesondere der benachbarte Sportverein TSV Bisperode muss während der Bauzeit Einschränkungen am Hauptplatz in Kauf nehmen, da Lagerflächen und bisherige Versorgungsräume vorübergehend wegfallen. Durch einvernehmliche Ausweichlösungen mit Kühl- und Lagercontainern sowie der Nutzung von Umkleidekapazitäten in der nahen Sporthalle konnte jedoch ein funktionierender Kompromiss zwischen der Gemeinde und dem Verein für den Spiel- und Trainingsbetrieb gefunden werden, wofür Schaper und Gemeindebürgermeister Thomas Küllig sehr dankbar sind.

Finanziell ist das Bauvorhaben solide abgesichert: Der Flecken Coppenbrügge hat die veranschlagten drei Millionen Euro vollständig im kommunalen Haushalt eingestellt, während vom Landkreis lediglich kleinere Förderanteile aufgrund der Ganztagsbetreuung beigesteuert werden. „Mit dem Anbau sind unsere beiden Schulstandorte für die Zukunft dann sehr gut aufgestellt“, ist Küllig entsprechend zufrieden mit der Entwicklung.

Foto7736: Der Schulhof vor der Grundschule Bisperode soll später auch noch neugestaltet werden

Foto7738: Der Anbau soll auf der Ecke Richtung Sportplatz erfolgen, die bereits schon freigeräumt wurde