Fällung der Oldendorfer Millenium-Eiche sorgt immer noch für Unmut
Ärger über gefällte Millenniumseiche und verzögerten Mensabau / Baubeginn im Herbst
Oldendorf (gök). Die Fällung einer stattlichen Eiche an der Grundschule im Saaletal sorgt in Oldendorf weiterhin für erhebliche Emotionen und Unverständnis. Die Millenium-Eiche, die zum Jahreswechsel 2000 vom Heimat- und Grenzbeziehungsverein Oldendorf gepflanzt worden war, musste im Februar 2025 kurz vor Ende der Hiebsperiode weichen. Grund für die Eile war die Ankündigung der Gemeinde, zeitnah mit dem Anbau einer Mensa an der Grundschule zu beginnen. Anderthalb Jahre später sorgt die Situation im Ort jedoch für zunehmenden Unmut, da auf dem Gelände noch immer kein Baubeginn in Sicht ist und lediglich der Baumstumpf an die Aktion erinnert.
Besonders beim Heimat- und Grenzbeziehungsverein sitzt der Frust über das Vorgehen tief. Der zweite Vorsitzende, Oliver Schönberg, kritisiert vor allem den enormen Zeitdruck, unter dem der Verein damals vor vollendete Tatsachen gestellt worden sei. Zudem bedauert er, dass eine Umpflanzung der rund 25 Jahre alten Eiche aus seiner Sicht nicht ernsthaft in Erwägung gezogen wurde. Dass dem Verein keine Chance gegeben wurde, eine Alternative zur Fällung zu prüfen, empfinden sie immer noch als Enttäuschung.
Seitens der Gemeindeverwaltung Salzhemmendorf wird die damalige Eile mit den eng getakteten Vorbereitungsmaßnahmen begründet. Wie Bürgermeister Clemens Pommerening auf Anfrage mitteilt, hegte man die Hoffnung auf einen zügigen Baustart, jedoch erteilte der Landkreis Hameln-Pyrmont die erforderliche Baugenehmigung für die Mensa dann doch erst im März 2026. Eine Versetzung des Baumes sei im Vorfeld geprüft, aufgrund der veranschlagten Kosten von rund 11 000 Euro jedoch verworfen worden. Mittlerweile habe die Gemeinde in Absprache mit dem Ortsrat und der unteren Naturschutzbehörde eine Ersatzpflanzung auf der Ausgleichsfläche neben dem Feuerwehrhaus im Saaletal vorgenommen.
Während die Fällung der Eiche weiterhin für Gesprächsstoff sorgt, laufen im Schulgebäude zumindest erste vorbereitende Arbeiten. So wurden zu Beginn der Sommerferien bereits Heizungsleitungen und Heizkörper in mehreren Klassen- und Betreuungsräumen ausgetauscht. Der tatsächliche Baubeginn für das rund 500 000 Euro teure Mensaprojekt ist nun für Oktober 2026 angesetzt. Die entsprechenden Ausschreibungen wurden vom Rechnungsprüfungsamt freigegeben und stehen kurz vor der Veröffentlichung.
Foto6651: Vor der Schule zeugt nur noch ein Baumstumpf von der Milleniums-Eiche, auf den Baubeginn wird immer noch gewartet
Foto6703: Auf die bevorstehende Fällung machte der Verein 2025 mit emotionalen Schildern aufmerksam

