Von der Aufregung zur Naturidylle

Positive Bilanz beim Naturwanderweg in Coppenbrügge

Coppenbrügge (gök). Im vergangenen Frühjahr schlug die Entrüstung hohe Wellen. Die umfangreichen Pflege- und Fällarbeiten am beliebten Wanderweg „Co2“ am nördlichen Ithhang trafen bei vielen Naturfreunden auf Unverständnis. Von einer „brutalen Rodung“ des von Hecken gesäumten Idylls war damals die Rede. Einige Monate Monate nach dem Abschluss der Arbeiten zieht das Bauamt des Fleckens Coppenbrügge nun eine deutlich entspanntere Bilanz – der einst stark kritisierte Weg präsentiert sich mittlerweile wieder in einem naturnahen Zustand.

Bauamtsleiter Nils Bormann blickt auf die Debatte zurück und erklärt, dass die Verwaltung die damalige Aufregung in Teilen der Bevölkerung nur bedingt nachvollziehen könne. „Es liege in der Natur der Sache, dass ein Wirtschaftsweg mit einer über rund 30 Jahre gewachsenen Heckenstruktur unmittelbar nach einem solch tiefgreifenden Eingriff wie im Februar 2026 zunächst gewöhnungsbedürftig aussehe. Sowohl die beauftragten Fachfirmen als auch die Mitarbeitenden des Fleckens Coppenbrügge seien jedoch – ebenso wie in den umliegenden Kommunen – stets darauf bedacht, sämtliche rechtlichen Vorgaben und Naturschutzbelange strikt einzuhalten. Ziel sei es immer, Eingriffe so gering wie möglich und gleichzeitig wirtschaftlich sowie langfristig sinnvoll umzusetzen“, so Bormann.

Nach den Gehölzschnittmaßnahmen, die aufgrund von abgestorbenen Eschen und zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit notwendig geworden waren, wurde der geschotterte Weg planiert und neu aufbereitet. Um der Natur auf die Sprünge zu helfen, säte die Gemeinde in den Seitenräumen eine spezielle Rasen-Blühwiesen-Mischung ein, die sich in den vergangenen Wochen gut entwickelt hat

Die offizielle und optische Abnahme der Maßnahme erfolgte vor Kurzem vor Ort gemeinsam mit Laura Wiechers vom Naturschutzamt des Landkreises Hameln-Pyrmont. Damit findet laut Bormann ein Projekt seinen positiven Abschluss, das im Frühjahr für Diskussionsstoff sorgte, nun aber zeigt, dass sich die Natur ihren Raum wie angekündigt schnell und grün zurückholt.

Foto: Die Natur hat sich den beliebten Wanderweg schon zu großen Teilen zurückgeholt