Wichtige Hochwasserschutzmaßnahme in Umsetzung
Ortsdurchfahrt Dörpe ab Ende September voll gesperrt
Dörpe (gök). Die Einwohner sowie der Durchgangsverkehr in Dörpe müssen sich ab Ende September auf Einschränkungen einstellen. Die Dörper Straße (L 422) wird im Zeitraum vom 28. September 2026 bis voraussichtlich spätestens 23. Dezember 2026 voll gesperrt. Grund für die Behinderungen ist die Umsetzung einer dringend benötigten Hochwasserschutzmaßnahme im Ortskern. Die offizielle Umleitung für den Durchgangsverkehr wird großräumig über die B 442, die B 217 und die L 461 unter anderem über Hachmühlen und Springe ausgeschildert. Der Anliegerverkehr bleibt bis zum Baustellenbereich frei, und auch die Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge, Feuerwehr, Polizei sowie Linienbusse ist während der gesamten Bauzeit gewährleistet.
Notwendig wird die Maßnahme, um die Ortsmitte künftig besser vor den Folgen von Starkregenereignissen zu schützen. Bei vergangenen Unwettern sammelte sich das Wasser in der Senke der Ortsdurchfahrt wie in einem Trichter und lief durch Wohnhäuser sowie Scheunen ab, da die bestehende Verrohrung unter der Straße nicht ausreichte. Nun wird im Rahmen eines geförderten LEADER-Projekts ein neuer Bypass gelegt. Ein zusätzliches Rohr mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern quert künftig die Landesstraße, um das Wasser kontrolliert über angrenzende Grundstücke in Richtung Gelbach abzuleiten. Die Arbeiten beginnen in der ersten Oktoberwoche, nachdem zuvor noch die Baustelle eingerichtet und Vorarbeiten abgeschlossen werden.
Die Sperrung für knapp drei Monate sorgte im Vorfeld für einige Verunsicherungen in der Bevölkerung, doch Coppenbrügges Bürgermeister Thomas Küllig gibt Entwarnung bezüglich der Dauer der Behinderungen. Die Genehmigung sei lediglich für den gesamten Zeitraum beantragt worden, damit das Bauunternehmen flexibel arbeiten könne und keine Nachgenehmigungen erforderlich werden. „Ganz deutlich ist zu erwähnen, dass diese Sperrung für den kompletten Durchgangsverkehr gilt. Es wird aber nicht die ganzen zwei bis zweieinhalb Monate komplett gesperrt sein, sondern immer nur dann, wenn es für die Bauarbeiten wirklich notwendig ist“, erklärt Küllig. Ortskundige Anlieger können zudem örtliche Ausweichrouten nutzen.
Neben den organisatorischen Hürden wie aufwendigen Gestattungsverträgen mit Grundstückseigentümern verlangten auch die Finanzen der Kommune einiges ab. Durch die Verzögerungen und folgende Baukostensteigerungen stiegen die Gesamtkosten von ursprünglich geplanten rund 155 000 Euro auf knapp 300 000 Euro an. Da die Fördergelder nicht entsprechend angepasst wurden, muss der Flecken Coppenbrügge nun einen deutlich höheren Eigenanteil tragen. Nur für die ursprünglich geplanten 155 000 Euro werden 85 Prozent insgesamt gefördert. Dies führt dazu, dass eine weitere geplante Schutzmaßnahme im Bereich Herkensen vorerst verschoben werden musste. Der Flecken Coppenbrügge bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anlieger um Verständnis für die unvermeidbaren Einschränkungen während der Bauphase.
Foto0323: Oberhalb von Dörpe sorgt schon ein Rückhaltebecken für Schutz bei Hochwasser
Foto0324: Bei Starkregenereignissen floss durch diese Scheune im Ortszentrum schon das Wasser
Foto0327: Auf diesem Grundstück zeigt Thomas Küllig den Verlauf des Bypass an


