Kunst, Natur und ein Generationenwechsel

„Kunst(t)räume“ verzaubern Lübbrechtsen

Lübbrechtsen (gök). Mit einem feinen Jubiläum und einer besonderen Premiere lockte die fünfte Auflage der beliebten Ausstellungsreihe „Kunst(t)räume“ zahlreiche Besucher auf den Hof Hagen-Nicolai im Külftal. Das weitläufige Anwesen in Lübbrechtsen bot eine malerische Kulisse für regionale Kunst. Bei trockenem Wetter nutzten viele Gäste die Gelegenheit, die Werke im Innenbereich sowie in den weit geöffneten Gärten zu genießen. Gegen freiwillige Spenden, die der Pflege des gegenüberliegenden Kapellengrundstücks zugutekommen, standen Kaffee und Kaltgetränke bereit, während die entspannte Gartenatmosphäre zum Verweilen und zum persönlichen Austausch einlud.

Initiatorin Birgit Hagen zog ein durchweg positives Fazit der Jubiläumsschau und hob die besondere Atmosphäre hervor. „Das ist heute unsere Premiere, das fünfte Mal mit Claudia Vollmer und unserer Mitausstellerin Amelie. Die Ausstellung wird super angenommen, man sieht es an den vielen Besuchern. Die Stoßzeiten fangen meist ab 13 Uhr zur Kaffee-und-Kuchen-Zeit an. Es ist zwar nicht übermäßig voll, aber genau das mögen wir sehr, weil wir uns so mit fast jedem Besucher persönlich unterhalten können“, berichtete Hagen vergnügt. Neben ihren charakteristischen großformatigen Acrylbildern und Skulpturen aus Thüster Kalkstein freute sie sich besonders über das gelungene Miteinander der Generationen.

Für Mitausstellerin Claudia Vollmer steht der tiefere Zweck der Malerei und Bildhauerei im Mittelpunkt ihres Schaffens. Neben Bronzeguss- und Metallskulpturen präsentierte sie diesmal eine Vielfalt kleinerer Bildformate. „Das Malen ist mein Leben. Wir verreisen auch viel, um Kunst zu sehen. Kunst soll eigentlich Freude bringen oder Freude machen, aber sie darf auch nachdenklich und gesellschaftskritisch machen“, betonte Vollmer im Gespräch über ihre Motivation.

Das Highlight der diesjährigen Ausstellung war zweifellos die Erweiterung des bisherigen Duos zu einem Trio. Mit der erst 16jährigen Amelie Bundalo aus Lübbrechtsen feierte ein echtes Nachwuchstalent seine gelungene Premiere. Für Birgit Hagen schloss sich damit ein Kreis, da einst Amelies Großvater Eckhard Otte sie zur Malerei inspirierte. Bundalo, die in ihrem eigenen Atelier im Dachgeschoss arbeitet und neben Acrylarbeiten auch feingearbeitete Linoldrucke zeigte, beschrieb ihren kreativen Prozess begeistert: „Ich höre sehr viel Musik, spiele Klavier und tanze. Musik ist für mich das Größte und inspiriert mich in jeglicher Form – deshalb höre ich auch immer Musik beim Bildermachen. Ich male eigentlich schon immer und habe diese Begeisterung wohl von meinem Opa und meiner Mutter geerbt.“

Foto001: Die Bilder fügten sich hervorragend in die Ausstellungsräume ein

Foto003: Die Besucher konnten die Ausstellung in den großzügigen Räumen genießen

Foto004: Claudia Vollmer, Amelie Bundalo und Birgit Hagen zogen ein positives Fazit zur Ausstellung

Foto005: Amelie Bundalo stellte ihre Bilder das erste Mal aus